Schwentner zu "Pille danach": Bevölkerung ist der Politik schon voraus

Grüne: Notfallsverhütung für alle zugänglich machen

Wien (OTS) - Die Grünen begrüßen die Aufgeschlossenheit der ÖsterreicherInnen, die die "Oekonsult"-Umfrage zeigt. "Daraus wird deutlich, dass die Zeit für eine Liberalisierung bei der Notfallsverhütung reif ist. Die Bevölkerung ist hier der Politik schon voraus", so Judith Schwentner, Frauensprecherin der Grünen. Bestätigt wird die Grüne Position auch in einem Bericht des Europäischen Parlaments, das bereits 2002 in einem Bericht empfohlen hat, den Zugang zu erschwinglicher Notfallsverhütung ("Pille danach") zu erleichtern und Verhütungsmittel vor allem an Jugendliche und einkommensschwache Personen entweder kostenlos oder zu geringen Kosten abzugeben. "Eine Studie aus Frankreich zeigt eindeutig, dass es durch die Rezeptfreigabe der "Pille danach" zu weniger Abtreibungen gekommen ist, der Gebrauch von normalen Verhütungsmitteln jedoch gleichzeitig weiter angestiegen ist. Wer Schwangerschaftsabbrüche also wirklich verhindern möchte, muss sich für einen besseren Zugang zu Notfallsverhütung einsetzen" so Schwentner.

"Entgegen der Vorurteile von FPÖ und sog. LebensschützerInnen handelt es sich bei der "Pille danach" weder um eine Abtreibungspille, noch um ein normales Verhütungsmittel. Die "Pille danach" ist ein Verhütungsmittel, das nur im Notfall verwendet werden soll und dann lediglich den Eisprung verhindert. Dieses Notfallsverhütungsmittel kann eine bereits bestehende Schwangerschaft nicht beenden. Deshalb ist es auch so wichtig, dass die "Pille danach" so rasch wie möglich nach dem Geschlechtsverkehr eingenommen wird", so Schwentner. Die Weltgesundheitsorganisation hat sich klar für die Rezeptfreigabe von Notfallsverhütung ausgesprochen. Eine Schädigung des Embryos im Fall einer bereits bestehenden Schwangerschaft ist ausgeschlossen und das Präparat habe mit oder ohne Rezept die gleiche Hormondosis.

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