AKNÖ-Haneder: Sorge um Jugendliche wächst

Jüngste Arbeitsmarktzahlen geben Bildungsdebatte neuen Antrieb

Wien (OTS/AKNÖ) - Besorgt zeigt sich AKNÖ-Präsident Hermann Haneder nach der Veröffentlichung der jüngsten Arbeitsmarktdaten. "Nach wie vor steigt die Zahl der Arbeit suchenden Jugendlichen deutlich an. Auch wenn die Ausbildungsgarantien greifen, bei den 20 bis 24jährigen beträgt der Anstieg gegenüber dem Vorjahr über 32 Prozent. "Das sollte nochmals zum Nachdenken anregen, wie wir auch diese jungen Menschen auffangen können". In diesem Zusammenhang drückt der AKNÖ-Präsident auch sein Verständnis für die laufenden Proteste an den Universitäten aus. "Wenn die Jugendlichen keine Chance auf einen Job haben, wird der Andrang auf die Unis anhalten, das muss man realistisch sehen. Wenn diese Studenten dann aber keine ordentlichen Studienbedingungen vorfinden, werden sie auch später nicht die besten Chancen am Arbeitsmarkt haben", will Haneder die für Jugendliche fatale Situation aufzeigen.

Die Situation der BerufseinsteigerInnen ist dem AKNÖ-Präsidenten ein besonderes Anliegen. Die jüngsten Arbeitsmarktdaten und die gleichzeitig laufenden Uni-Proteste sind für Haneder daher ein Anlass, auf die Situation der Jugendlichen explizit hinzuweisen. "Wir reden dauernd davon, dass wir bestausgebildete Arbeitskräfte brauchen, um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können, aber dann tun wir zu wenig." Er plädiert daher für eine grundlegende Bildungsreform. Bestärkt sieht er sich auch darin, dass zuletzt auch vermehrt über die Qualifikation von Lehrlingen diskutiert wurde, die nach der Pflichtschule nicht ausreichend für den Lehrlingsmarkt qualifiziert sein. "Das dürfen wir alles nicht den Jugendlichen anlasten, sondern müssen als Verantwortliche dafür sorgen, dass die jungen Menschen bessere Bildungschancen erhalten -ob in der Pflichtschule oder auf der Uni, wir müssen endlich auf Qualitität setzen." Die jüngsten Anstiege bei den Arbeitslosenzahlen in Niederösterreich bestärken den AKNÖ-Präsidenten in seiner Linie.

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