VP-Stiftner: Pannenserie bei Wasserrohrgebrechen stoppen!

Jährlich versickern 20 Millionen Kubikmeter Wasser

Wien (OTS) - In den letzten Monaten häuften sich die Wasserrohrbrüche in Wien auffallend. Allen gut in Erinnerung ist der Schadensfall in der Westeinfahrt im Bereich der Winkelmannstraße. Ein geplatztes Rohr erzeugte eine Wasserfontäne, die die Fahrbahndecke sprengte und für eine Überflutung der Linken Wienzeile sorgte. Eine Menge von 1,8 Mio. Liter ergoss sich infolge des Gebrechens über eine der Hauptverkehrsadern Wiens. Das entspricht der Wassermenge, die 12.000 Haushalte durchschnittlich pro Tag verbrauchen.
"Die Sperre der Westeinfahrt wegen des Wasserrohrgebrechens hat die unglaubliche Serie von Pannen im Wiener Wasserrohrnetz der letzten Jahren fortgesetzt und einmal mehr bewiesen, dass die Aufrufe der ÖVP Wien das Wiener Wasserrohrnetz rasch zu sanieren, mehr als berechtigt waren." , so Roman Stiftner, Umweltsprecher der ÖVP Wien in seiner heutigen Pressekonferenz. Es stelle sich in diesem Zusammenhang die Frage, was noch passieren muss, bis diese Stadtregierung wenigstens in dieser Frage aufwache und den notwendigen Tausch des Wasserrohrnetzes in der gebotenen Eile endlich durchführe. Bei den über 40 großen Unfällen der letzten Jahre sei jedenfalls durch Staukosten und die Beschädigung von privaten und öffentlichen Gut sowie durch Wasserverluste ein volkswirtschaftlicher Schaden in Millionenhöhe entstanden.

Jährlich wird nur 1 Prozent des Wiener Wasserrohrnetzes erneuert

Bisher hat die Stadtregierung auf die Häufung von Rohrbrüchen nur mit Achselzucken reagiert und auf das laufende Austauschprogramm der MA 31 hingewiesen, bei dem nach eigenen Angaben pro Jahr ein Prozent des Rohrnetzes erneuert wird. Die Einsicht, dass dies zu wenig ist, kommt - wenn überhaupt - nur langsam. Bisher jedenfalls bleibt die Wiener Stadtverwaltung bei der Aussage, durch ständige Rohrauswechslungen genug gegen die Misere zu unternehmen. "Wenn die Stadt Wien in diesem Schneckentempo weitermacht, wird die endgültige Rohrauswechslung erst in hundert Jahren abgeschlossen sein. Zukünftige schwere Schäden sind so vorprogrammiert.", so der Umweltsprecher. Hier würden kommunalpolitischen Realitäten verschlafen. "Es muss rasche Erhebungen der vorhandenen Bruchstellen im Wasserrohrnetz und deren sofortige Sanierung geben. Besonders bei neuralgischen Verkehrspunkten müssen die Wasserrohre sofort überprüft und saniert werden.", so Stiftner weiter.

Frühwarnsystem erforderlich

Im Zuge der dringend anstehenden Sanierung sollte zugleich auch ein Frühwarnsystem eingebaut werden. Das System, das relativ neu entwickelt wurde, dient zur Leckortung und zeichnet sich durch geringe Kosten und leichte Installation aus. Zentraler Bestandteil hiervon ist ein Wasserfluss-Sensor, der in möglichst regelmäßigen Abständen in das Rohrnetz eingelassen wird. Über ein drahtloses Monitoringsystem kann man Druckveränderungen auswerten und so Rückschlüsse auf den technischen Zustand der Rohrleitungen ziehen. "Es liegt nun an der Stadt Wien, innovativ zu sein und dieses System probeweise einzuführen. Die Rohrleitungen werden zwar im Schneckentempo, nach Angabe der Stadt Wien jedoch kontinuierlich ausgewechselt, da könnte man bei diesen Arbeiten auch gleichzeitig ein Frühwarnsystem einbauen, um so schrittweise ein vollständiges Leckage-Überwachungssystem zu schaffen.", schlägt Stiftner vor.

Für diese Sanierungsaufgabe solle die Stadtregierung in den nächsten Jahren 200 Mio Euro jährlich aufwenden. "Die Geldmittel wären vorhanden, denn die MA 30, MA 31 und die MA 48 erwirtschaften ohnedies einen Überschuss", so Stiftner. Mit diesen Geldmitteln könnten nicht nur Wasserrohrgebrechen und Leckageverluste verhindert, sondern auch ca. 3.600 Arbeitsplätze geschaffen werden, die Wien angesichts der Wirtschaftskrise dringend benötigen würde. "Wenn die Stadtregierung weiterhin bei den Wasserrohrgebrechen, wie dies schon seit langem bei den Fragen der Sicherheit oder der Integration der Fall ist, die Augen gegenüber offensichtlichen Missständen verschließt, dann wird der angeblich gute Ruf der Wasserversorgung in Wien, mit dem die Stadtregierung immer wieder hausieren geht, bald der Vergangenheit angehören", so Stiftner abschließend.

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