Grüne Wien/Ellensohn: Unterstützungs-Bollwerk der Wiener SPÖ für Automaten-Glückspiel bröckelt

Wien (OTS) - "Es ist sehr begrüßenswert, dass sich jetzt auch eine hochrangige SPÖ-Politikerin meiner Forderung nach einem Verbot des so genannten kleinen Glücksspiels in Wien anschließt", so sich der Grüne Stadtrat David Ellensohn über die erste kritische Stimme aus der Wiener SPÖ zu den fatalen Folgen des Automaten-Glückspiels. Die Bezirksvorsteherin von Favoriten, Hermine Moospointner, spricht sich in der November-Ausgabe der Monatszeitschrift "Datum" klar und deutlich für die Abschaffung des Kleinen Glücksspiels in Wien aus:
"Zu mir kommen Mütter, die vor dem Nichts stehen, weil ihre Männer deshalb alles verloren haben. Das kann man doch nicht gutheißen."

Die Novomatic-Automaten überschwemmen derzeit die Bundeshauptstadt. 3.500 Automaten machen in Wien eine geschätzte Milliarde Euro pro Jahr Umsatz und bringen in die Stadtkasse vergleichsweise magere 60 Millionen Euro an Gebühren. "Die Firma Novomatic genießt in der Politik vor allem in Wien und Niederösterreich große Unterstützung. Ex-Novomatic-Vorstandschef, Ex-ÖVP-Wien-Chef und Ex-Minister Johannes Hahn und der Purkersdorfer Bürgermeister Karl Schlögl sind zwei ganz klare Beweise für die direkte Verzahnung von Novomatic mit ÖVP/SPÖ. Völlig unbeachtet bleiben die Opfer der Spielsucht", so Ellensohn. "Das Kleine Glücksspiel treibt Jugendliche in den Selbstmord, bringt Familien um ihre Existenz und zerstört das Leben von viel zu vielen Menschen in Wien. Machen wir es wie Vorarlberg, wie Tirol, wie Salzburg, wie Oberösterreich und wie das Burgenland: keine Erlaubnis für das Kleine Glücksspiel", so Ellensohn.

"Wir haben in Wien eine Anfrage gestellt, um heraus zu finden in welchen Bezirken wie viel Automaten aufgestellt sind. Es ist ja augenscheinlich so, dass in den ökonomisch schwächeren Bezirken, zum Beispiel im ArbeiterInnenbezirk Favoriten, sehr viel mehr Automaten stehen. Die schriftliche Antwort der SPÖ-Stadtregierung kam Anfang Oktober und war kurz: Keine Antwort. Offensichtlich ist der SPÖ klar, dass sie die Automaten genau dort bewilligt, wo ärmere Menschen zu Hause sind. Vielleicht hat sich ja ein schlechtes Gewissen gerührt und die Antwort war deshalb so mager", so Ellensohn abschließend.

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