Landesbedienstete vor LH Pröll und LH-Stv. Sobotka schützen

Ominöser Gesundheitsfragebogen im Umlauf. Krismer: ÖVP darf LandesmitarbeiterInnen nicht "ausfratscheln"

St. Pölten (OTS) - Grün-Kammerrat Samir Kesetovic schlug Alarm, als besorgte MitarbeiterInnen des Landesklinkums St. Pölten ihm von einem Gesundheitsfragebogen erzählten, den alle MitarbeiterInnen im Landesdienst, die vor der Pragmatisierung stehen, ausfüllen sollen. Der Gesundheitsfragebogen ist Teil des Beurteilungsbogens.

"Es werden sehr sensible und persönliche Daten der MitarbeiterInnen abgefragt - unter anderem auch wieder Körpergröße und Gewicht. Rechtlich kann das nicht in Ordnung sein. Darüber hinaus wissen die MitarbeiterInnen nicht, wo diese Daten landen, falls sie sie beantworten", so Kesetovic.

Das rief nun die grüne Gesundheitssprecherin Helga Krismer auf den Plan: Die Grüne Gesundheitssprecherin ruft den Aufruhr rund um die Direktiven der damaligen Chefin der NÖ Landeskliniken-Holding, Andrea Kdolsky, in Erinnerung. "Die Abfrage von sensiblen Daten wie Body-Mass-Index konnten die Grünen damals unterbinden. Das Versprechen der ÖVP - die Qualität der MitarbeiterInnen auf das Körpergewicht zu reduzieren - zu unterlassen, wurde mit dem nun kursierenden Gesundheitsfragebogen gebrochen", ist Krismers nüchterner Befund.

Nicht nur, dass sich LH-Stv. Sobotka lächerlich macht, wenn er jetzt von einem Irrtum bei der Erstellung der Fragebögen spricht, der Personalchef des Landes Niederösterreichs, Landeshauptmann Erwin Pröll, muss auch in die Pflicht gerufen werden.

"Seit geraumer Zeit herrscht bei den MitarbeiterInnen in den Spitälern Unsicherheit. Das "Ausfratscheln" über den Gesundheitszustand zur Übernahme als definitiv gestellte LandesmitarbeiterInnen ist jetzt der Höhepunkt der Frechheit", so Krismer, die mittels parlamentarische Anfrage an LH-Stv. Sobotka zu erfahren versucht, wer die politische Verantwortung übernimmt und wie es mit den Fragebögen weitergeht, wie viele schon abgegeben worden sind und warum diese Daten überhaupt erforderlich sind.

"Ich möchte keine Skandale wie bei den ÖBB im Land Niederösterreich. Wir brauchen motivierte, respektierte MitarbeiterInnen in unseren Spitälern. Das muss der personalpolitische Schwerpunkt sein und kein "Ausfratscheln", so Krismer, die den sofortigen Stopp dieser unnötigen Aktion der ÖVP-Regierungsmitglieder verlangt und zum Boykott aufruft.

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