Brosz stellt 126 Fragen an Darabos zur Salzburger Olympiabewerbung

Stunde der Wahrheit für den Sportminister

Wien (OTS) - 126 Fragen stellt nun der Sportsprecher der Grünen, Dieter Brosz an Sportminister Norbert Darabos. Er verlangt umfassende Aufklärung über die Vorgänge rund um die Salzburger Olympiabewerbung 2014. "Die dubiosen Vorgänge rund um die Salzburger Olympiabewerbung 2014 werden ab der nächsten Woche Thema des von den Salzburger Grünen beantragten Untersuchungsausschusses im Salzburger Landtag sein. Auf Bundesebene ist bislang wenig Bemühen erkennbar, aufzuklären", erklärte der Sportsprecher der Grünen, Dieter Brosz. "Der Bund hat die Bewerbung mit 2,4 Millionen Euro finanziert. Die Öffentlichkeit hat ein Recht darauf, dass die Vorgänge endlich lückenlos aufgeklärt werden. Die strafrechtlichen Ermittlungen sind kein Hinderungsgrund dafür, aufklärungswürdige Vorgänge im Bundeskanzleramt auf die lange Bank zu schieben," so Brosz.

"Ich werde am Montag ein umfassende parlamentarische Anfrage an Sportminister Darabos einbringen. Mit den 126 Fragen sollen all jene Bereiche beleuchtet werden, zu denen der nunmehr zuständige Sportminister bisher geschwiegen hat. Darabos hat jetzt die Gelegenheit, sich nicht nur verbal auf die Seite der Aufdecker zu stellen, sondern seinen Worten auch Taten folgen zu lassen. Für ihn schlägt die Stunde der Wahrheit," so Brosz. Auf der Homepage www.gruene.at ist die Anfrage ab sofort abrufbar.

Darabos wird erklären müssen, wieso der Bund entgegen seiner gesetzlichen Verpflichtung keine Gesamtkostenabrechnung vor Auszahlung der Förderungen verlangt hat, so Brosz. Sektionschef Matzka hat darauf hingewiesen und die Anweisung der letzten Rate gestoppt, wurde aber vom Kabinett Gusenbauers overrult. "Hier steht der Verdacht des Amtsmissbrauchs im Raum," so Brosz.

Darabos wird auch endlich klarlegen müssen, ob es sich bei der ominösen Zahlung von 300.000 Euro von der Salzburger Bewerbungs GmbH an den Olympischen Förderverein um ein Darlehen oder einen Durchlaufposten in Folge der Abtretung eines Sponsorvertrags gehandelt hat. Wenn es, wie der Salzburger Bürgermeister Schaden vor dem Salzburger Gemeinderat dargestellt hat, ein Durchlaufposten war, hätte die Forderung nicht in der Schlussbilanz aufscheinen dürfen. "In diesem Fall ist der Verdacht der Bilanzfälschung zu überprüfen," so Brosz

Letztlich wird Darabos lückenlos darlegen müssen, inwiefern der Bund seine Kontrollfunktion im Aufsichtsrat wahrgenommen hat.

Rückfragen & Kontakt:

Die Grünen
Tel.: +43-664 9548377
presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0001