"Neue Kärntner Tageszeitung" - KOMMENTAR VON CLAUDIA GRABNER: Von Notfall zu Notfall

Klagenfurt (OTS) - Populistisch geht der Staat vor die Hunde.
Keine neue Erkenntnis. Schlichtweg ein Fakt, so alt wie der Populismus selbst - und ebenso lange taktvoll ignoriert, weil Politik ohne Populismus nicht mehr kann. Was uns zu dem Phänomen führt:
Notfallmaßnahmen a la "retten, was zu retten ist" haben handfesten Entscheidungen den Rang abgelaufen. Dahingewurschtle, wo Weitblick zwingend ist. Beispiel? Siehe die politische Tagesausbeute, 30. 10. 2009: Minister Hahn kündigt im Studentenprotest 34 Millionen an - aus seiner Reserve für heikle Fälle. Da habts und stirbts den langsamen Tod? 34 Millionen. Vergeudet. Weil sie populistisches Zugeständnis sind. Am kranken System ändern sie nichts. Bildung bleibt, was eine reformunfähige Politik aus ihr herausgeholt hat - Stückwerk. Ineffizient. Beschämend. Letzteres, weil sehr wohl sehr viel Geld in Bildung fließt - und irgendwo zwischen Doppel- und Dreifachgleisigkeit, zwischen Verwaltungsidiotie und Visionslosigkeit versickert.
Da etwas zu ändern wäre (Stichwort Beamte) allerdings unpopulär ...

Rückfragen & Kontakt:

Neue Kärntner Tageszeitung, Viktringer Ring 28, 9020 Klagenfurt, Mag. Claudia Grabner, Tel.: 0463/5866-532, E-Mail: claudia.grabner@ktz.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | KTI0001