WKÖ begrüßt Initiative von Wissenschaftsminister Hahn zum Hochschul-Dialog

JW-Gatterer: Weichen für die Universitäten der Zukunft legen - Landertshammer: Mehr Qualität im Studienbetrieb dringend nötig

Wien (OTS/PWK820) - Die Wirtschaftskammer Österreich begrüßt
den von Wissenschaftsminister Johannes Hahn gestarteten Dialog über die Zukunft des österreichischen Hochschulsystems. Dass den Universitäten für das kommende Jahr zusätzlich 34 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden um die aktuellen Engpässe bei den Hörsälen und in der Lehre zu überbrücken, sehen sowohl der Bildungsexperte der WKÖ, Michael Landertshammer, als auch der Bundesvorsitzende der Jungen Wirtschaft (JW), Harry Gatterer positiv. "Dennoch muss jetzt darüber gesprochen werden, was Universitäten in Zukunft leisten sollen und leisten können", so Gatterer.

Denn Österreich ist das einzige Land ohne Zugangsbeschränkungen und Studienbeiträge, so Landertshammer. Das habe zur Folge, dass die Universitäten auch mit Numerus Clausus Flüchtlingen aus dem benachbarten Ausland zu kämpfen haben und nicht auf die besten verfügbaren Studenten zurückgreifen können. "Mehr Qualität im Studienbetrieb lautet das Ziel", so der WKÖ-Bildungsexperte. Das bedeutet auch, Studiengebühren und Zulassungsbeschränkungen auf breiter Basis neu zu diskutieren und neue Ansätze in der Hochschulpolitik zu verfolgen. Aus Sicht der Wirtschaft solle es in Zukunft nicht entweder Exzellenz- oder Massenbetrieb geben, sondern beides.

Klare Spielregeln notwendig

"Dass unser universitäres Ausbildungssystem Mängel aufweist, ist offensichtlich", so Gatterer, "es braucht jedoch klare Spielregeln, an die sich alle Beteiligten halten können. In der heutigen Zeit können wir uns nicht leisten, am Bildungssektor die Realität zu verweigern und Studien, die am Arbeitsmarkt nicht ausreichend nachgefragt sind, ohne Zulassungsbeschränkungen anzubieten." Gatterer zieht den Vergleich mit der Unternehmerwelt: "Kein Unternehmer stellt Mitarbeiter ein und bildet sie aus, wenn es für sie im Unternehmen keinen Bedarf gibt."
Gatter wünscht sich auch, dass die Selbstständigkeit als Karriereweg an den Universitäten der Zukunft stärker aufgezeigt wird.

JW fordert: Berufsberatung fördern und ausbauen

Die Junge Wirtschaft fordert, den Dialog auch auf eine Stufe unter den Universitäten auszuweiten und fordert eine bessere Berufsorientierung an den höheren Schulen. "Die Studien- und Berufswahlberatung muss ausgebaut werden, damit unsere Jugend auch ihre Chancen und Möglichkeiten am Arbeitsmarkt wahrnehmen kann", so Gatterer abschließend. (us)

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