StR. Ludwig eröffnete das StudentInnenwohnheim Kandlgasse

Erstes gefördert errichtetes Passivhaus in Wien-Neubau

Wien (OTS) - Eine innovative Bleibe für wissensbegierige junge Menschen hat das Österreichische Siedlungswerk (ÖSW) in der Kandlgasse 30 errichtet. Vom Österreichischen Austauschdienst (ÖAD) betrieben, wurde dieses StudentInnenwohnheim am Donnerstag, den 29. Oktober, durch Wohnbaustadtrat Vizebürgermeister Dr. Michael Ludwig im Rahmen eines Festakts offiziell an die BewohnerInnen übergeben. "Ganz besonders freut mich, dass es sich dabei um das erste geförderte Passivhaus im 7. Bezirk handelt. Wien verfügt weltweit über die höchste Dichte an mehrgeschossigen Passivhäusern. Im geförderten Wiener Wohnbau haben Innovation und energieeffiziente Technologien einen besonders hohen Stellenwert. Es ist deutlich zu erkennen, dass der Lenkungseffekt greift, der in Wien durch hohe energetische Qualitätsvorgaben sowie neue und höhere Förderungen gesetzt wurde", betonte Wohnbaustadtrat Vizebürgermeister Michael Ludwig.****

Nach den Plänen des Architekturbüros atelier 4 architects wurden in der Kandlgasse 105 Heimplätze errichtet. Für das innovative Projekt erhielt das ÖSW im Vorjahr den Klimaschutzpreis KLIP 7 des Bezirks Wien-Neubau. Bei Gesamtbaukosten von rund 6,6 Millionen Euro wurde das Projekt von der Stadt Wien mit Fördermitteln in Höhe von 2,11 Millionen Euro unterstützt. Baubeginn war im April 2008.

Hochwertige Ausstattung und Verwendung recyclebarer Materialen

In dem Projekt gibt es überwiegend Einzelzimmer inklusive Küchenblock, Bad und WC sowie Wohneinheiten, bei denen jede/r BewohnerIn über ein eigenes Zimmer verfügt und die Nebenräume wie Bad, WC und Küche mit anderen geteilt werden. Das Gebäude wird durch ein zentral gelegenes Stiegenhaus samt behindertengerechtem Aufzug erschlossen. Die allgemein genutzte Erdgeschosszone ist transparent und offen, die großzügig gestalteten Gemeinschaftszonen sollen die Kommunikation unter den BewohnerInnen fördern. Als Gemeinschaftsbereiche gibt es eine Terrasse, einen Garten sowie im Untergeschoss einen natürlich belichteten Fitnessraum.

ÖSW-Vorstand Michael Pech zu den ökologischen Vorzügen des Projektes: "Studentinnen und Studenten sind Planerinnen und Planer der Zukunft und Multiplikatoren für die Verbreitung innovativer Technologien. Das Studentenheim in der Kandlgasse wird damit modernes, energieökonomisches Denken fördern." Die Photovoltaikanlage, die auf dem Dach des Gebäudes unter optimaler Ausrichtung die Sonnenenergie nutzbar macht, zeichnet das neue Vorzeigeprojekt des siebten Bezirkes zusätzlich aus. Die ökologischen Aspekte dieses Projektes werden durch vorwiegende Verwendung von natürlichen, langlebigen Materialien wie Holz-Alufenstern sowie Holzböden in den Zimmern unterstrichen. Außerdem werden recyclebare Materialien eingesetzt.

Das StudentInnenheim Kandlgasse ist in unmittelbarer Nähe zur Wiener Hauptbibliothek gelegen und mit der U-Bahnlinie U6 sowie mit den Straßenbahnlinien 5 und 49 und der Autobuslinie 48A zu erreichen.

Die Stadt investiert weitere 80 Millionen Euro in die Errichtung von Passivhäusern

Aktuell werden in Wien 19 weitere Projekte in Passivhausbauweise mit insgesamt 2.037 Wohneinheiten gefördert errichtet oder befinden sich bereits in Planung. Bei Gesamtbaukosten von rund 290 Millionen Euro betragen die Fördermittel seitens der Stadt rund 80 Millionen Euro.

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