Raab-Schaum: Greenpeace mit Fortschritten zufrieden

Die ersten Verbesserungen in Wollsdorf zeigen jetzt Wirkung

Wien (OTS) - Ein von Greenpeace-Experten kürzlich durchgeführter Lokalaugenschein entlang der Raab gibt auch weiterhin Anlass zu Optimismus: Wollsdorf-Leder hat über den Sommer bereits einige wichtige bauliche Maßnahmen im Bereich der Kläranlage umgesetzt, und Boxmark Feldbach hat wie geplant die Erweiterung seiner Kläranlage in Betrieb genommen.

"Wollsdorf-Leder hat uns alle aktuell umgesetzten Baumaßnahmen gezeigt und auch sämtliche weitere Pläne offengelegt", zeigt sich Greenpeace-Chemiker Herwig Schuster erfreut. Besonders wichtig war dabei die Errichtung eines so genannten Selektors. Der dient in erster Linie dazu, dass der für den Abbau der Schadstoffe notwendige Sauerstoff besser in die Kläranlage eingebracht werden kann. Damit konnten vor allem die Ammonium-Einleitungen in die Raab drastisch reduziert werden. Überdies wurde in Wollsdorf eine Schlammabsaugung installiert, welche die zuvor in die Raab geleiteten Feststoffe zu einem Großteil entfernt. Auch die Abwasserwerte für den chemischen Sauerstoffbedarf (CSB) konnten durch die Maßnahmen bereits um dreißig Prozent reduziert werden.

Derzeit laufen in Wollsdorf noch einige Versuchsanlagen, um in Bälde eine Entscheidung für die am besten geeignete Technologie treffen zu können. "Die Firmenleitung hat uns versichert, bis spätestens Ende 2010 alle Verbesserungen bei der Kläranlage umgesetzt zu haben", berichtet Greenpeace-Experte Schuster. "Damit wäre das Unternehmen sogar um ein Jahr früher soweit, als das vom neuen Abwassergesetz vorgeschrieben wird", so Schuster.

Boxmark wiederum hat die Erweiterung der Kläranlage beim Feldbacher Werk letzten Sommer in Betrieb genommen, und ist damit aus Umweltsicht zu einem Vorzeigeunternehmen geworden. "Dieses Werk ist der beste Beweis dafür, dass es in Österreich trotz hoher Umweltstandards arbeitsintensive Industrien geben kann", erinnert Herwig Schuster an die noch vor ein paar Jahren im Raum stehende Drohung über eine Produktionsverlegung nach Osteuropa oder gar China. Und für das Jennersdorfer Werk, das noch immer stark unter der Kapazitätsgrenze produziert, plant Boxmark nun den Baubeginn der Kläranlagenerweiterung für spätestens Mitte 2010.

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DI Herwig Schuster, Greenpeace CEE; Tel.: 0664-4319214

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