AKS: Schuldemokratie, ja bitte!

AKS spricht sich für ausgearbeitetes Konzept zur Demokratisierung der Schulen aus, anstatt nur Einzelmaßnahmen zu fordern und präsentiert eigenes Schuldemokratie-Modell

Wien (OTS/SK) - "Demokratie muss erlernt und vor allem gelebt werden. Die Schule wäre ein idealer Rahmen dafür, jedoch gibt es im Bereich SchülerInnenmitbestimmung auf allen Ebenen große Demokratiedefizite", so Iris Schwarzenbacher, Vorsitzende der Aktion kritischer SchülerInnen (AKS) am Freitag. "Anstatt Einzelmaßnahmen zu fordern, wie das verschiedene Organisationen und Institutionen machen, ist es jedoch notwendig, ein ausgearbeitetes Konzept umzusetzen", meint die SchülerInnenvertreterin und präsentiert das umfangreiche aks-Schuldemokratie-Modell. ****

Das Konzept wurde gemeinsam mit SchülerInnen und SchulsprecherInnen aus ganz Österreich ausgearbeitet und beinhaltet Forderungen zur Demokratisierung des Bildungswesens auf Schul-, Landes- und Bundesebene. "Als Basis einer demokratischen Schule muss die Mitbestimmungsmöglichkeit jeder einzelnen Schülerin und jedes einzelnen Schülers am Unterricht und Schulalltag gesehen werden. Klassenräte, in denen SchülerInnen gemeinsam mit ihren Lehrpersonen über Schwerpunkte im Unterricht, Unterrichtsmittel und -methoden diskutieren und somit aktiv mitgestalten können, müssen gesetzlich verankert werden!", bezieht sich Schwarzenbacher auf das aks-Demokratiekonzept.

Im Modell der SchülerInnenorganisation ist weiters die Forderung nach einem Kontrollausschuss für LehrerInnen enthalten, in dem unter anderem SchülerInnen Stimmrecht haben und der bei Beschwerden das mögliche Fehlverhalten einer Lehrperson überprüft und Konsequenzen wie Suspendierungen veranlassen kann. "Wir SchülerInnen wollen nicht immer am kürzeren Ast sitzen, sondern müssen endlich in alle Entscheidungsebenen im gesamten Bildungswesen miteinbezogen werden! Von demokratischen Strukturen dürfen außerdem auch SchülerInnen der AHS-Unterstufe und der Volks- und Hauptschule nicht ausgeschlossen werden", so die aks-Vorsitzende.

"Eine wichtige Forderung der Schülerinnen und Schüler ist außerdem die Einführung der Direktwahl von Landes- und BundesschülerInnenvertretung. Jugendliche müssen durch aktive Partizipation demokratische Prozesse erlernen und erleben, deshalb müssen alle SchülerInnen die Möglichkeit haben, ihre gesetzlich legitimierte Vertretung selbst und direkt zu wählen."

"Nachhaltige Veränderungen werden durch Einzelmaßnahmen nicht ermöglicht. Ein umfassendes Gesamtkonzept zur Schuldemokratie wie das der aks ist die einzige Möglichkeit, an den undemokratischen Verhältnissen in der Schule zu rütteln und diese langfristig zu verhindern. Daher Schluss mit einzelnen, punktuellen Ideen und her mit einem wirklichen Demokratiepaket!", fordert Schwarzenbacher abschließend.

Das vollständige Demokratiekonzept der aks ist auf Anfrage jederzeit erhältlich, und steht außerdem auf www.aks.at zum Download bereit.

Rückfragehinweis: Iris Schwarzenbacher, Vorsitzende der Aktion kritischer SchülerInnen, Tel. 0699/11408142, iris.schwarzenbacher@aks.at

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