Holzindustrie lädt zur inernationalen Laubholzkonferenz

Ausblick auf Entwicklung in den verschiedenen Produktionsländern

Wien (OTS/PWK817) - Der Fachverband der österreichischen Holzindustrie ist Organisator der internationalen Laubholzkonferenz , die am 30.Oktober mit rund 200 Teilnehmer im Grand Hotel Wien stattfinden wird. Anlässlich dieses internationalen Branchentreffens informierten am 29. Oktober 2009 der Sprecher der österreichischen Laubholzindustrie, Karl Polz und die Vetreter des europäischen Verbandes der Sägewerke (EOS) René Maechler und Filip de Jaeger über die aktuelle wirtschaftliche Situation der Laubschnittholzindustrie und gaben einen Ausblick über die weitere Entwicklung in den verschiedenen Produktionsländern der EU. Steffen Rathke, Sprecher der deutschen Laubholzindustrie, skizzierte dabei im besonderen die Situation im Nachbarland.

2010 wird mit Zuwachs in der europäischen Laubschnittholzindustrie gerechnet

Der Aufschwung in der Produktion von Laubschnittholz in den 13 Mitgliedsländern von EOS /Europäischer Verband der Sägewerke (siehe Tabelle 1) dauerte nur kurz. Seit 2007 ist der Trend wieder negativ. Während der Rückgang 2007 noch verhältnismäßig gering war, ging die Produktion im Jahr 2008 um 7,8 % (7,3 Millionen m3) zurück, und für das Jahr 2009 wird ein Rückgang um weitere 7,8 % (6,3 Millionen m3) prognostiziert. Für 2010 rechnet man jedoch mit positiven Zahlen und erwartet einen Zuwachs um ca. 4,7 %.

Die stärksten Produktionsrückgänge, mit jeweils über 20%, verzeichneten Italien, Deutschland und Belgien. Nur wenige Länder konnten den Schaden begrenzen und den Verlust unter 10 % halten. Im Jahr 2010 hingegen sollte sich die Situation laut Rückmeldungen der Mitgliedsländer stark verbessern, da in den meisten Ländern mit Produktionszuwächsen gerechnet wird. Eine Ausnahme dabei bilden Österreich und Lettland, die mit keinem Wachstum rechnen.

Rumänien wird 2010 größter Produzent in der Laubholzbranche

Im Jahr 2009 waren Frankreich und Rumänien die beiden Spitzenreiter bei der Produktion von Laubschnittholz. 2010 ist damit zu rechnen, dass Rumänien die Spitzenposition übernehmen wird. Deutschland ist der drittgrößte Hersteller innerhalb der EOS, Österreich belegt den 7. Platz unter den 13 Herstellerländern.

Verbrauch ging 2008 um 11,4% zurück

Nach einer gesunden Nachfrage in den Jahren 2006 und 2007 ging der Verbrauch im Jahr 2008 um 11,4% zurück. Für das aktuelle Jahr 2009 wird mit einem weiteren Rückgang auf 6,978 Millionen m3, das entspricht -11,2 %, gerechnet. Wie in der Produktion, wird auch beim Verbrauch eine Verbesserung für das kommende Jahr 2010 erwartet. Die Prognose geht dabei in Richtung des Niveaus des Jahres 2005 (7,277 Millionen m3).
Alle EOS-Länder verzeichneten 2009 einen Rückgang im Laubschnittholzverbrauch. Deutschland konnte das starke Ergebnis von 2008 nicht halten. Diese Tatsache führte 2009 zu einem massiven Rückgang aufgrund fehlender Märkte wie zum Beispiel die Möbel- und Parkettherstellung. Fast alle Länder rechnen 2010 mit positiven Zahlen, nur Österreich (-4,2) und Lettland (-31,3) rechnen mit weiteren Rückgängen. Damit sollte es zu einem Gesamtwachstum von 3,8% für die EOS-Länder kommen.

Frankreich ist der größte Markt für Laubschnittholz

Frankreich (22,9 %) bleibt weiterhin der größte Markt für Laubschnittholz innerhalb der EOS-Gemeinschaft. Italien (22,8 %) hat den Rückstand wieder aufgeholt hat und rangiert knapp dahinter auf Platz 2 der größten Verbraucherländer, gefolgt von Deutschland (12,09 %) und Rumänien (11,9 %). Österreich ist auf dem 8. Platz mit einem Anteil von 3,4 % am EOS-Gesamtverbrauch. (us)

Mehr Informationen zur Konferenz unter: http://www.hardwood.co.at/ Grafiken zur Aussendung finden Sie unter wko.at

Rückfragen & Kontakt:

Wirtschaftskammer Österreich
Fachverband der Holzindustrie
Frau Dolunay Yerit
Tel.: +43 1 712 26 01
E- E-mail: yerit@holzindustrie.at
Internet: www.holzindustrie.at

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