Dramatische Kunst Aus Norwegen: Aksel Waldemar Johannessen Im Leopold Museum

Wiederentdeckung des bedeutenden Geistesverwandten von Edvard Munch

Wien (OTS) - Dem herausragenden norwegischen Expressionisten Aksel Waldemar Johannessen (1880-1922) widmet das Leopold Museum die erste große Schau in Wien. Parallel zur Großausstellung "Edvard Munch und das Unheimliche", in der neben Munchs Meisterwerken übrigens auch Bilder des Norwegers Theodor Kittelsen aus dem Nationalmuseum, Oslo zu sehen sind, zeigt das Haus im MuseumsQuartier nun ab heute mehr als 60 Gemälde, Skulpturen und Grafiken von Johannessen. Die expressiven und äußerst direkten Bilder erinnern an Werke von Edvard Munch, Käthe Kollwitz, George Grosz und Otto Dix. Und doch beging Aksel Waldemar Johannessen einen Sonderweg. Nach dem Studium an der Königlichen Akademie in Oslo entwirft er zunächst Möbel und Gegenstände des Kunsthandwerks. Mit seiner Frau gründete er eine Firma, die sich auf die Herstellung von Trachten und Theaterkostümen spezialisierte. Für "Das norwegische Theater", eine vom gefeierten norwegischen Dichterpaar Arne und Hulda Garborg gegründete Volksbühne, schuf er zahlreiche Kostümentwürfe.

Ab 1912 betätigte sich Johannessen, weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit, auch als Maler und Grafiker. Hauptthemen sind sozialkritische Betrachtungen von Arbeitern, Straßenjungen und Prostituierten aber auch Landschaften. Immer wieder sind seine Töchter und seine Frau Bildgegenstand. Auffallend ist jedoch, dass er viele Figuren nur in Rückenansicht oder mit gesenktem Blick wiedergibt. Die schwere Krankheit seiner Frau, sie erkrankte an Krebs, trieb den labilen Johannessen immer mehr in seine Trunksucht, der er - wenige Monate - vor dem Tod seiner Frau erlag. Das Werk verschwand nach einer erfolgreichen posthumen Ausstellung 1923 für 70 Jahre in einer Scheune, die Wiederentdeckung durch Haakon Mehren führte zu einer fulminanten Ausstellungsserie, u.a. in den Palazzo Te, Mantua, den Dogenpalast in Venedig, nach Berlin und nun in das Leopold Museum. Die von Prof. Rudolf Leopold und Franz Smola kuratierte Schau ist von 30. Oktober 2009 bis 11. Jänner 2010 zu sehen.

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