"Christen prägen die Zivilgesellschaft"

Grazer Diözesanbischof Egon Kapellari feierte im Wiener Stephansdom Festgottesdienst zuim Nationalfeiertag

Wien, 27.10.2009 (KAP) Der Nationalfeiertag ist für Christen mehr als "ein freier Tag", betonte der Grazer Diözesanbischof Egon Kapellari am Montagabend beim Pontifikalamt im Wiener Stephansdom. Der stellvertretende Vorsitzende der Österreichischen Bischofskonferenz erinnerte daran, dass die Christen einen "Großteil der Zivilgesellschaft Österreichs" tragen und beseelen. Bewusste Christen seien auch gute Staatsbürger, "wenn der Staat sie nicht verfolgt und die ihnen unverzichtbaren Werte aushöhlt".

Bereits in der Antike hätten die Christen für die heidnischen Kaiser des Römischen Reiches gebetet, erinnerte Bischof Kapellari. Heute gehe es darum, für jene Männer und Frauen zu beten, "die in Österreich und in den Ländern der Europäischen Union politische Verantwortung tragen". Wörtlich sagte der steirische Bischof: "Wir beten für alle, die als 'Frischzellen' für Kirche und Gesellschaft wirken".

In seiner Predigt erinnerte Bischof Kapellari daran, dass die Christen - "auch auf Grund des Wirkens unzähliger ihrer Vorfahren in diesem Land" - ein "Heimatrecht in Österreich" haben. "Wir sollten dies ohne Arroganz, aber auch ohne Verzicht auf ein ausgeprägt christliches Selbstbewusstsein all jenen sagen, die versuchen, die Christen und das Evangelium an den Rand des öffentlichen Raums zu drängen", betonte der steirische Bischof.

Der Nationalfeiertag sei besonders auch ein "Tag des Dankens", betonte Kapellari. Nur wenigen Vorfahren sei es gegeben gewesen, mehr als 50 Jahre ohne Krieg oder kriegsähnliche Zustände zu leben, wie es in Österreich seit 1945 der Fall sei: "Das muss wahre Humanisten und schon gar entschiedene Christen zur Dankbarkeit bewegen".

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