"KURIER"-Kommentar von Daniela Kittner: "Neuer Job, neue Chance"

Hoffentlich wird Hahn ein besserer Kommissar als Wissenschaftsminister.

Wien (OTS) - Zugegeben, das Wissenschaftsministerium ist in Sparzeiten kein Honiglecken. Überfüllte Unis, knappe Forschungsgelder, rundherum wenig Spielraum. Dennoch hätte Gio Hahn aus seiner Rolle als führender ÖVP-Bildungspolitiker mehr machen können. Wie, zeigte der Außenminister zuletzt vor. Michael Spindelegger brachte mit seinem Vorstoß für Ganztagsschulen fundamentale Bewegung in die Bildungspolitik und lief Hahn den eigentlich ihm zugedachten Rang als "Spiegelminister" zu Claudia Schmied ab.
Im Wissenschaftsressort hinterlässt Hahn eine große Baustelle. Österreichs Unis verlieren im internationalen Ranking. Studenten protestieren gegen unzumutbare Lernbedingungen. Bis auf die Wiedereinführung von Studiengebühren ist dem scheidenden Minister zu dem Massenansturm von Studenten jedoch wenig eingefallen. Dass dieser auch wirtschaftlich genützt werden könnte, hielt Bürgermeister Häupl Hahn zu Recht vor.
Neue Jobs, neue Chancen: Ein Wechsel im Wissenschaftsministerium sollte Bewegung in die Uni-Politik bringen. Was Hahns Kommissars-Nominierung für Österreichs Status in der EU bedeutet, ist noch unklar: Wir könnten ein gut dotiertes Forschungsdossier bekommen - oder aber nur ein zahnloses Bildungsressort.

Rückfragen & Kontakt:

KURIER, Innenpolitik
Tel.: (01) 52 100/2649
innenpolitik@kurier.at
www.kurier.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PKU0002