Aufbruchstimmung in der Erzdiözese Wien

Die 1. Diözesanversammlung im Rahmen der Initiative "Apostelgeschichte 2010" erwies sich als Erfolgserlebnis -"Repsektvolles Aufeinanderhören, neues Miteinander"

Wien, 27.10.2009 (KAP) Nach der 1. Diözesanversammlung zur Initiative "Apostelgeschichte 2010" gebe es in der Erzdiözese Wien eine "Aufbruchstimmung". Die Versammlung sei "sehr positiv" und -wie geplant - in sehr offener Form verlaufen, betonte Projektleiterin Andrea Geiger am Dienstag in einem "Kathpress"-Gespräch. Ein Beleg für den erfolgreichen Auftakt zu der großen Missionsinitiative seien "Tonnen von E-Mails, in denen sich die Leute bedanken", so Andrea Geiger.

Die Delegierten aus den Pfarrgemeinden und Einrichtungen der Erzdiözese seien durch die dreitägige Versammlung in ihrer Arbeit für die Kirche bestärkt worden, meinte auch der Leiter der "Akademie für Evangelisation", Otto Neubauer. Die Versammlung sei von einem "respektvollen Aufeinanderhören" gekennzeichnet gewesen: "Es war eine der Herausforderungen der Diözesanversammlung, dass verschiedene Vorstellungen von Kirche in ein Miteinander kommen. Das heißt nicht, dass man gleich sein muss, sondern es geht darum, wie die Vielfalt in der Kirche gemeinsam gelebt werden kann".

Ein positives Signal sehen Geiger und Neubauer auch in der Tatsache, dass mehr als 75 Prozent der Pfarren der Erzdiözese -von kleinen Landgemeinden in Niederösterreich bis hin zu den großen Wiener Stadtpfarren - Delegierte entsandt haben. Jetzt sei es wichtig, die Leute so ernst zu nehmen, dass sie bei der 2. Diözesanversammlung (11. bis 13. März 2010) wiederkommen, betonte Neubauer.

Von Seiten der Organisatoren will man dafür alles tun: Die Plakate mit den Ergebnisse der 48 Gesprächsgruppen werden abfotografiert und über die Website www.apg2010.at zugänglich gemacht. Bis 5. November werden zudem detailliertere Zusammenfassungen der Gespräche erstellt, die ebenfalls auf der Website publiziert werden.

"Wir werden die Fülle an Material jetzt sichten, genau durchlesen und mit wissenschaftlicher Unterstützung systematisch auswerten", erklärte Martin Wiesauer im "Kathpress"-Gespräch. Der Leiter des Bereichs "Kategoriale Seelsorge" in der Erzdiözese Wien wird diesen Prozess begleiten. Keiner der Punkte, die bei der 1. Delegiertenversammlung angesprochen wurden, solle vergessen werden.

Nach der 1. Diözesanversammlung sind nun die einzelnen Pfarren und Einrichtungen der Erzdiözese am Zug. Sie sollen im nächsten Schritt der Initiative den Gesprächsprozess "im Kleinen" fortführen und zudem konkrete Projekte für die große Missionswoche ab Pfingstmontag 2010 überlegen. Zur Unterstützung gibt es ab Advent einen Pool an Projektideen, der bis ins Frühjahr wachsen soll. Auch Workshops mit Impulsen zu "Kirche an ungewöhnlichen Orten" und den Zielen missionarischer Initiativen werden angeboten.

Im Zentrum, so Neubauer, stehe die Frage "Was würde Jesus heute in meiner Gemeinde tun?" Kirche müsse die Fortsetzung des Auftrags Jesu leben. "Wenn man da nachdenkt, kommt man schnell drauf, wie die Mission der Kirche heute ausschauen könnte", ist Neubauer überzeugt.

Wesentlich für den Erfolg der Missionsinitiative sei nämlich auch die "Öffnung" der Pfarrgemeinden und die stärkere Auseinandersetzung mit Fragen, die jene Menschen bewegen, die eher außerhalb der Kirche stehen, so Neubauer: "Die Erwartungshaltung der Gesellschaft an die Christen, etwas vom Evangelium und der Hilfe des Glaubens zu erfahren, ist größer als wir manchmal meinen".

Vor der Missionswoche vom 24. bis 30. Mai kommen die Delegierten vom 11. bis 13. März zur 2. Diözesanversammlung im Rahmen des Vorgangs "Apostelgeschichte 2010" zusammen. In die 3. Diözesanversammlung -sie ist vom 14. bis 16. Oktober angesetzt - sollen dann bereits die Erfahrungen aus den neuen Missionsprojekten einfließen.

(ende)
nnnn

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | KAT0003