Maier: Banken - Aus der Finanzkrise nichts gelernt!

Anlegerbeirat in der FMA notwendig

Wien (OTS/SK) - "Banken haben aus der Krise nichts gelernt." Mit diesen Worten meldete sich am Dienstag SPÖ-Konsumentenschutzsprecher Johann Maier anlässlich der heute von der Arbeiterkammer präsentierten Untersuchung zu den derzeit im Umlauf befindlichen neuen Spar- und Anlageprodukten gegenüber dem SPÖ-Pressedienst zu Wort. "Die Untersuchung der AK zeigt eindeutig, dass einige Banken nicht lernbereit sind und keine Lehren aus der Finanzkrise gezogen haben, trotz des Milliarden-Schadens bei den Anlegern durch die Finanzkrise. Die angebotenen Finanzprodukte sind nach wie vor zu kompliziert, die Beratung mangelhaft. Anstatt zu versuchen das Vertrauen ihrer Kunden mit exzellenter Beratung und transparenten Produkten zurückzugewinnen, gehen einige Banken hier wieder den falschen Weg", so Maier. ****

Die Untersuchung der AK verdeutliche überdies, dass angebotene Finanzprodukte nach wie vor undurchschaubar und riskant seien. Darüber hinaus mangle es weiterhin an Information über die Risiken und an Kostentransparenz, führte der SPÖ-Abgeordnete weiter aus. Auch Goldanlagen würden oftmals als krisensicher, wertbeständig und inflationsgeschützt gepriesen, ohne auf die Risiken und Preisschwankungen hinzuweisen. Bezüglich der Gold-Sparpläne von der Firma KB Edelmetall wurde daher vom SPÖ-Abgeordneten eine Anfrage an den Finanzminister eingebracht. Geklärt werden soll, welche Maßnahmen von der Finanzmarktaufsicht und dem Finanzressort hierbei ergriffen wurden.

"Gefragt sind mehr Schutz für Kleinanleger, einfachere Produkte und bessere Information. Ein eigener Anlegerbeirat bei der Finanzmarktaufsicht, in dem neben Wissenschaftern und Interessensvertretern auch Konsumentenschützer vertreten sind, könnte hier die Marktentwicklung beobachten und so die FMA auf Fehlentwicklungen und gefährliche Finanzprodukte schneller reagieren", forderte der SPÖ-Konsumentenschutzsprecher abschließend. (Schluss) mo/md

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