"Trio des Jahres": Doppelsieg für Oberösterreich sowie ein Sieger aus der Steiermark

Harreither, Happy Foto sowie das bit Schulungscenter freuen sich über die ersten Plätze in ihrer Kategorie

Wien (OTS/PWK800) - Spannend war es auch in diesem Jahr. Denn
die Bandbreite der eingereichten Unternehmen war so groß wie schon lange nicht. Das "Trio des Jahres" - initiiert von Bank Austria, dem Wirtschaftsmagazin Trend und den Sparten Gewerbe und Handwerk sowie Information und Consulting der Wirtschaftskammer Österreich verfolgt als Ziel, die innovativsten Klein- und Mittelunternehmen aus Gewerbe, Handwerk und Dienstleistung zu finden. Jedes Jahr stellen sich die tausenden Betriebe der Herausforderung aufs Neue. Den Sprung auf das Podium schafften aber auch heuer wieder nur die jeweils besten Drei, nämlich jene, die mit schier endlosem Ideenreichtum und viel Mut Erfolge erreicht haben, die die hochrangig besetzte Jury überzeugten.

Sieger im Gewerbe: Harreither, Energetica und Schwentenwein Baubetreuung

Platz eins im Gewerbe holt sich 2009 die Harreither GmbH (www.harreither.com) aus dem oberösterreichischen Gaflenz. Heizen und Kühlen ist das Geschäft des Familienunternehmens, das 2008 einen Umsatz von 16,5 Mio. Euro erwirtschaftete und 2009 - trotzt Krise -auf etwa 18 Mio. Euro kommen wird. Der Exportanteil am Umsatz konnte in der Vergangenheit kontinuierlich gesteigert werden und liegt nun bei 40 Prozent. Beachtlich ist auch die Steigerung in der Anzahl der Mitarbeiter: Von 2008 auf 2009 wurde die Mannschaft um 40 Mitarbeiter erweitert und beträgt nun 120. Gegründet wurde das Unternehmen 1982 von Raimund Harreither - bis heute 90 Prozent Eigentümer - als Einzelunternehmen. Mit Blick auf die Region und Produkte "Made aus A" positionierte sich der Betrieb als Komplettsystemanbieter für gesundes Heizen und Kühlen. 32 Marken und Patente zeugen von der Harreithschen Innovationskraft. Großen Wert wird im Siegerbetrieb der Kategorie Gewerbe auf die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter gelegt. Vier Prozent der Betriebsleistung gehen in F+E, weitere 4 Prozent in Aus- und Weiterbildung. Mit der "Harreither Akademie", die mit universitären und außeruniversitären Bildungseinrichtungen kooperiert und dem "Harreither Sozialfonds", der der unterstützenden Absicherung von Härtefällen unter Mitarbeitern dient, verfügt das Unternehmen über zwei zukunftsweisende Instrumente.

Über den zweiten Platz im Gewerbe freut sich in diesem Jahr René Battistutti mit seiner Photovoltaikfirma Energetica mit Firmensitz in Klagenfurt (www.energetica-pv.com). Der Werdegang der Firma entspricht jenem eines klassischen Jungunternehmens. 1995, mit 21 Jahren, löste der Kärntner seinen Gewerbeschein und startete in die Selbständigkeit. Anfänglich war der Betrieb auf die Montage von Insel- und Netzanlagen spezialisiert. 1999 schaffte Battistutti bereits den Sprung nach Deutschland, 2004 gründete er seine eigene Produktion. Aktuell erwirtschaftet das Unternehmen mit 105 Mitarbeitern (2008: 95) einen Umsatz von 23 Mio. Euro, wobei inzwischen 99 Prozent des Umsatzes in den Export gehen. Allein 70 Prozent des Umsatzes gehen dabei auf das Konto der Produktion. 2010 will Energetica den Standort wechseln und in St. Veit/St. Georgen ansässig werden und seine Produktionslinien erweitern.

Mit der Kraft des Windes verdient der Drittplatzierte aus dem Gewerbe sein Geld: Die Schwentenwein Baubetreuungs GmbH (www.baubetreuung.at). Firmeninhaber Gerald Schwentenwein war bereits vor mehr als 10 Jahren bei der Entwicklung des ersten heimischen Windparks beteiligt und startete im Jahr 2000 in die Selbständigkeit. 2009 erwirtschaftet der burgenländische Betrieb einen Umsatz von 900.000 Euro (2008: 665.000 Euro) mit sieben Mitarbeitern. Rund 30 Prozent des Umsatzes gehen in den Export. 70 Prozent des Auftragsbestandes der Firma konzentrieren sich auf den Bereich Windenergie, 25 Prozent sind im Bereich Hochbau angesiedelt und die restlichen 5 Prozent im Tiefbau. Das Unternehmen ist ein Komplettanbieter und deckt die gesamte Sparte der Planung, Bauaufsicht, Projektabwicklung und Projektmanagement ab. Aktuell ist das Unternehmen an mehreren internationalen Projekten vor allem in Osteuropa, u.a. in Lettland, Litauen, Rumänien und Albanien, beteiligt.

Sieger im Handwerk: Happy Foto, plasmo Industrietechnik und freiraum Gartengestaltung

"Glückliche Fotos" sind das Kerngeschäft des Erstplatzierten in der Kategorie Handwerk: Die Firma Happy Foto (www.happyfoto.at) mit Sitz in Freistadt/OÖ ist Vorreiter der digitalen Fotoausarbeitung über das Internet. Dieser Riecher hat sich für Firmeninhaber Bernhard Kittel bezahlt gemacht. 2009 erwirtschaftet das Unternehmen mit 70 Mitarbeitern einen Umsatz von 14,5 Mio. Euro (2008: 13,6 Mio. Euro), der Exportanteil am Umsatz beträgt rund 20 Prozent. rund 500.000 Stammkunden bestellen regelmäßig bei Happyfoto. In seinen Produkten versucht das oberösterreichische Unternehmen der Zeit immer einen Schritt voraus zu sein. So werden seit 2005 spezielle Fotoprodukte angeboten, die die Erinnerungen der Kunden veredeln sollen:
Fotobücher etwa oder Jahreskalender, Produkte die inzwischen 45 Prozent des Umsatzes ausmachen. Die nächste Herausforderung für das Unternehmen wird die Erweiterung der Produktionsstätte sein, in die in den kommenden zwei Jahren bis zu acht Mio. Euro fließen sollen. Neben Österreich ist Happy Foto außerdem in Tschechien, der Slowakei und Deutschland tätig. Demnächst soll auch die Schweiz hinzukommen.

Die plasmo Industrietechnik (www.plasmo.eu) mit Sitz im 22. Wiener Gemeindebezirk belegt in diesem Jahr den zweiten Platz in der Kategorie Handwerk. Kerngeschäft des Betriebs sind optische Messsysteme für lasergeschweißte Produkte. 2009 liegt der prognostizierte Umsatz des Unternehmens bei 1,9 Mio. Euro und damit leicht über dem Vorjahresniveau von 1,84 Mio. Euro. Der Exportanteil am Umsatz beträgt etwa 85 Prozent, die Mitarbeiterzahl liegt bei 20. Innerhalb kürzester Zeit hat sich die plasmo Industrietechnik zum Weltmarktführer in ihrem Tätigkeitsbereich gemausert und zeichnet sich durch seine starke Innovationskraft aus, wie zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen belegen. Der Kundenkreis setzt sich überwiegend aus internationale Global Playern zusammen, die auf die Produkte des Unternehmens vertrauen. In Stuttgart (BRD), sowie Japan und den Niederlanden sind bereits Niederlassungen bzw. Vertriebspartner vorhanden, die die weitere Internationalisierung des Unternehmens verstärken sollen.

Ab ins Grüne heißt es für das drittplatzierte Unternehmen in der Kategorie Handwerk: Die freiraum* Gartenarchitektur GmbH (www.freiraum.cc) mit Sitz im oberösterreichischen Alkoven hat es sich zur Aufgabe gemacht, Ökologie und Kunst miteinander zu verbinden. Die Firmeninhaber Alexandra Dallinger und Richard Zauner sind nunmehr seit 10 Jahren als Unternehmer aktiv am Markt - und seit über 20 Jahren verheiratet. Mit inzwischen 22 Mitarbeitern setzten sie 2008 rund 2 Mio. Euro um, 2009 werden es wohl 2,2 Mio. Euro sein. Asset von Freiraum sind die qualitativ hochwertigen Arbeiten, die im Garten- und Grünbereich abgewickelt werden. Als erster österreichischer Betrieb wurden sie daher auch in die deutsche "Gärtner von Eden"-Vereinigung aufgenommen. Punkten kann das Unternehmen aber auch durch seine betrieblichen Ausrichtung: Denn künftig soll es für die Mitarbeiter Anreize geben, zum Mitunternehmer zu werden. In einer Akademie können sich die Mitarbeiter außerdem weiterbilden.

Sieger in der Kategorie Dienstleistung: Schulungszentrum bit,

Das Thema Aus-und Weiterbildung bedient der Sieger in der Kategorie Dienstleistung in diesem Jahr: Das Grazer Schulungszentrum "bit - best in training" (www.bit.at) ist Österreichs größter privater Anbieter in diesem Bereich. 228 Mitarbeiter von bit werden 2009 einen Umsatz von 30 Mio. Euro erwirtschaften (2008: 28 Mio. Euro), der Exportanteil beträgt 29 Prozent. Wie in so vielen Fällen wurde das Schulungszentrum als Ein-Mann-Betrieb gegründet. Das Wachstum seit 1986 war aber derart rasant, dass inzwischen 500.000 Schulungstage abgehalten und über 15.000 e-Learning Kunden betreut werden. Kernstück des Unternehmens ist das Schulungscenter, das österreichweit standardisierte, zertifizierte EDV-Kurse anbietet. Alle weiteren Trainings werden von einer eigens gegründeten Beratungsfirma abgedeckt. Wie umtriebig die Firma rund um Gründer Stephan Sticher ist, zeigt folgendes Beispiel: Seit 2007 ist bit nämlich offizieller Vertriebspartner für den US-Konzern Microsoft im Raum Europa, Mittlerer Osten und Afrika und damit erster Vertriebspartner von Microsoft e-learning Kursen außerhalb der USA.

"Blue Monkeys" (www.bluemonkeys.at) schafften es in diesem Jahr auf den zweiten Platz in dieser Kategorie. Die Multimedia-Agentur aus Wien entstand im Jahr 2007 aus einer vormaligen GmbH. Dabei änderte sich auch die Ausrichtung des Unternehmens, da nun auch eigene Services und Dienste entwickelt wurden wie etwa epunet, über das EPU und KMU ihr Unternehmen online verwalten können. Fünf Mitarbeiter erwirtschafteten 2008 einen Umsatz von 345.000 Euro, 2009 soll dieser auf rund 500.000 Euro wachsen. Rund 30 Prozent des Umsatzes werden im Export erwirtschaftet. So werden die weiteren Eigenentwicklungen "Conovio", ein Content Management System, sowie "flipmag", ein Onlinesystem zur Umwandlung von Dokumenten in Online-Kataloge bereits in mehreren europäischen Staaten erfolgreich angeboten und verkauft.

Die bestmögliche Urlaubsplanung für Golf- und Skiinteressierte bietet der Drittplatzierte aus der Kategorie Dienstleistung: Die Best of Golf Ski VerlagsGmbH von Hartmut Lohs (www.bestofgolfandski.com) aus Wolfurt (Vlbg.) erwirtschaftete mit ihrem Angebot 2008 einen Umsatz von 252.000 Euro, 2009 soll der Umsatz auf 360.000 Euro wachsen. 9 Mitarbeiter kümmern sich um Inhalt und Aufbereitung der 10-sprachigen Seite, die 98 Prozent aller Golfplätze aus 106 Ländern sowie ausgewählte Skigebiete listet. Jene Betriebe die Mitglieder des Info-Anbieters sind, werden auf der Seite speziell vermarktet - etwa durch 360 Grad Panoramabilder. Ziel des Unternehmens sei es "Der Google für Golfer zu sein" - und das scheint sehr erfolgreich zu gelingen. Unternehmensinhaber Lohs ist aber bereits auf dem Sprung zu neuen Projekten. So startete er soeben die Internetplattform hoteldrucksorten.at, die den Drucksortenbedürfnissen der Hotellerie gerecht werden soll. (us)

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