VP-Korosec ad Schulärzt/innen: Kompetenz einfach links liegen lassen ist fahrlässig

SP-Stadtregierung flüchtet lieber in x-te Arbeitsgruppe, statt Nägel mit Köpfen zu machen

Wien (OTS) - "Es war nur eine Frage der Zeit, bis dieses Problem aufbricht", so die Gesundheitssprecherin der ÖVP Wien, LAbg. Ingrid Korosec, zu den Berichten rund um die prekäre Situation der Schulärzt/innen in Wien. Aufgrund der Schilderungen der Ärzt/innen sei es geradezu verwunderlich, wieso seitens der zuständigen Stellen im Büro der Gesundheitsstadträtin und des Bildungsstadtrates so lange zugewartet wurde. "Schulärztinnen und Schulärzte sind die ersten Anlaufstellen für Jugendliche, etwa in den Bereichen Ernährung, Vorsorge, sexuelle Probleme, Suchtmittelmissbrauch. Es braucht daher eine weitaus stärkere Einbindung der Schulärzt/innen in den Schulalltag", betont Korosec.

Schularzt-"Kammerl" noch immer traurige Realität

Wenn man sich die Realität in den Schulen vor Augen führe, dann sei es eigentlich kaum noch vorstellbar, dass Mediziner/innen, die für die Gesundheit unserer Kinder zuständig sind, in winzigen Räumen, teilweise ohne Fenster, "ordinieren" müssen. Da helfe auch der Hinweis von Stadträtin Wehsely in einer Anfragebeantwortung vom 2. September recht wenig, dass für die Infrastruktur die MA 56 zuständig sei.

Weiters kritisiert die VP-Abgeordnete, dass Schulärzt/innen bis dato speziell in Gesundheitsfragen über den Schulgemeinschaftsausschuss wenig bis gar nicht eingebunden sind, ebenso bei Elternabenden und Projekten mit Gesundheitsaspekt. "Ein Mitspracherecht beim Nahrungsmittelangebot in den Schulbuffets sollte eigentlich längst zum Standard gehören, wenn ich mir die seit Jahren steigende Zahl von übergewichtigen und adipösen Kindern ansehe", so Korosec.

Betreuungsschlüssel muss adaptiert werden

Faktum ist, dass Erfahrung und Wissen der Schulärzt/innen viel zu wenig genutzt und in den Schulalltag integriert werden. Um eine bessere Qualität zu erhalten, sei es zudem dringend notwendig, den Betreuungsschlüssel an den im Laufe der Zeit deutlich gestiegenen Zeitaufwand bei der Behandlung anzupassen. "In den Pflichtschulen liegt das Verhältnis bereits bei 100 Schülern pro Stunde. Das ist viel zu knapp bemessen und geht zwangsläufig zu Lasten der Qualität", erklärt die VP-Gesundheitssprecherin. Die SP-Stadtregierung sei daher einmal mehr aufgefordert, sich vor Ort ein Bild von der unerträglichen Situation zu machen und endlich mit den Verbesserungen zu beginnen, statt den hundertsten Arbeitskreis zu initiieren, fordert Korosec.

Rückfragen & Kontakt:

ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien
Tel.: (+43-1) 4000 /81 913, Fax:(+43-1)4000/99 819 60
presse.klub@oevp-wien.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPR0001