Darabos: Fortsetzung der Friedeneinsätze im Kosovo und in Bosnien beschlossen

"Westbalkan bleibt Schwerpunkt unserer Außen- und Sicherheitspolitik"

Wien (OTS/BMLVS) - Heute, Dienstag, hat der Ministerrat die Verlängerung der österreichischen Beteiligung an den UNO-mandatierten Friedenseinsätzen u.a. im Kosovo und in Bosnien bis Ende 2010 beschlossen. "Österreich ist ein verlässlicher Partner der internationalen Gemeinschaft. Mit insgesamt etwa 1.100 Soldatinnen und Soldaten in Friedensmissionen leisten wir einen wesentlichen Beitrag für Humanität und Sicherheit in den Krisenregionen dieser Welt. Das Bundesheer gibt Schutz und Hilfe auch über die Grenzen Österreichs hinaus. Ich bekenne mich zu 100 % zu unseren Auslandseinsätzen", so Verteidigungsminister Norbert Darabos zum heutigen Beschluss der Verlängerungen. Die Verlängerung der Einsätze im Kosovo und in Bosnien zeige, so Darabos, dass der Westbalkan Schwerpunkt unserer Außen- und Sicherheitspolitik bleibe. "Im Kosovo ist Österreich mit 600 Soldatinnen und Soldaten größter Nicht-NATO-Truppensteller. Nach Bosnien werden wir sogar zwei zusätzliche Hubschrauber entsenden", so Darabos.

Der Ministerrat beschloss die Fortsetzung der Bundesheer-Einsätze im Kosovo (bis zu 600 Soldatinnen und Soldaten), in Bosnien (bis zu 190 Soldatinnen und Soldaten), in Afghanistan (bis zu 10 Stabsangehörige im ISAF-Hauptquartier in Kabul), von RACVIAC (Regionales Verifikations- und Unterstützungszentrum zur Implementierung von Rüstungskontrollabkommen in Südosteuropa in Kroatien; bis zu zwei Stabsangehörige) und im Kongo (EUSEC RD Congo; bis zu zwei militärische Experten) um jeweils ein Jahr. Weiters wurde die Teilnahme des Bundesheeres an den von Deutschland geführten Bataillon der Operativen Reservekräfte (Operational Reserve Force, ORF) für den Westbalkan (Kosovo und Bosnien) verlängert. An dieser Reserve wird das Bundesheer so wie bisher mit einer Kompanie mit bis zu 230 Soldatinnen und Soldaten beteiligt sein. Das ORF-Bataillon kommt ausschließlich im Ernstfall zum Einsatz. Insgesamt kommt es zu keiner signifikanten Änderung der Einsatzstärken des Bundesheeres.

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