Int. Konferenz Die Macht der Monotheismen - Psychoanalyse und Religionen: 29.- 31. Oktober 2009

Atrium der Österreichischen Beamtenversicherung ÖBV, Grillparzerstraße 14, 1010 Wien

Wien (OTS) - Die Herbsttagung 2009 der Sigmund Freud
Privatstiftung beschäftigt sich anlässlich Freuds 70. Todestag am 23. September mit dem Thema seiner letzten zu Lebzeiten veröffentlichten Arbeit. "Der Mann Moses und die monotheistische Religion" wird zum Ausgangspunkt für eine Auseinandersetzung mit psychoanalytischer Religionskritik. Der Auftakt findet mit einem Festvortrag durch Julia Kristeva statt, an den beiden folgenden Tagen diskutieren die internationalen Referenten, die Tagung ist öffentlich zugänglich und wird durch eine Paneldiskussion mit Experten aus Wien und Tagungsteilnehmern abgeschlossen.

Das Symposium bewegt sich zwischen psychoanalytischen Thesen und moderner Theologie: Religionskritik im Sinne Freuds steht späteren religionsphilosophischen Konzepten und Denkmöglichkeiten gegenüber, die an Freud nicht vorbeikommen, über seine Ideen hinausgehen und ihnen womöglich widersprechen. Darstellung, Kritik und Dekonstruktion des Freudschen Denkens im Hinblick auf das große Thema der Religion steht im Mittelpunkt der transdisziplinären Tagung. Eine zentrale Frage ist dabei das Verhältnis von der Macht der Religion und der Macht des Unbewussten. Parallel dazu wird diskutiert, ob die Psychoanalyse, die eine Lebenslehre impliziert, gleichsam in einem Konkurrenzverhältnis zur Religion steht.
Tagungssprachen sind Englisch und Deutsch, die verschiedenen Beiträge werden auf Englisch publiziert. Eine Fortführung der Veranstaltung im englischsprachigen Raum (New York, London) ist geplant.

Eröffnungsvortrag von Julia Kristeva

Den Eröffnungsvortrag mit dem Titel "The Forces of Monotheism" am 29.10. hält die bulgarisch-französische Psychoanalytikerin und Literaturtheoretikerin Julia Kristeva. Freitag, 30.10. steht unter dem Motto "Christentum - Judentum - Freud". Zu diesem Thema sprechen unter anderen Isolde Charim, Vivian Liska, Felix de Mendelssohn, Hans-Otto Thomashoff, Wolfgang Müller-Funk und Moshe Zuckermann. "Ritual - Zeichen", ist am Samstag, den 31.10. Ausgangspunkt für Vorträge von Karl Baier, Fethi Benslama, Gohar Homayounpour, Sudhir Kakar und Joel Whitebook.

Lesung von Peter Henisch und Podiumsdiskussion

Der Schriftsteller und Künstler Peter Henisch liest im Anschluss an die Panels aus seinem neuen Buch "Der verirrte Messias" und diskutiert mit dem Theologen und Journalisten Adolf Holl. Den Abschluss der Tagung bildet eine öffentliche Podiumsdiskussion in deutscher Sprache mit Susanne Heine und ausgewählten Tagungsteilnehmern wie Moshe Zuckermann und Sudhir Kakar.

LINK zur Tagungshomepage:
http://www.ots.at/redirect/freud

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Peter Nömaier
Sigmund Freud Privatstiftung
Berggasse 19, A-1090 Wien
T +43-1-319 15 96-21
F +43-1-317 02 79
p.noemaier@freud-museum.at
www.freud-museum.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SFU0001