Wien: Wirtschaftskammer läutet Exportoffensive ein

Jank: Stärkere Exportorientierung für Erfolg der Wiener Betriebe unerlässlich - Dienstleistungsexporte federn Folgen der Krise ab - Neue Schwerpunktländer und -branchen für 2010

Wien (OTS) - 27.10.2009 - Nach einem österreichweiten Einbruch bei den Exporten von 15 Prozent 2009 rechnet das WIFO für 2010 mit einem Exportzuwachs von 2 Prozent. Auf den Aufschwung nur zu warten ist Brigitte Jank, Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien, zu wenig. "Gerade jetzt ist der Augenblick, wo man aktiv den Schritt über die Grenzen wagen muss", sagt Jank und empfiehlt, das neue Förderpaket für die heimische Exportwirtschaft aktiv zu nutzen. "Rund 60 Prozent unseres Wohlstands erwirtschaften wir heute im Export, Dienstleistungen und eine klare Fokussierung auf Schwerpunktländer und -branchen werden dabei immer wichtiger", betont Jank die tief greifende Bedeutung des Außenhandels für die heimische Wirtschaft.

Dienstleistungsexporte sichern hohe Wertschöpfung

Dass der Exporteinbruch Wien weniger stark getroffen hat, führt Jank insbesondere auf den Strukturwandel und die Positionierung Wiens als Dienstleistungsstandort zurück. Die Wiener Dienstleistungsexporte erreichten 2008 einen Wert von mehr als 16 Milliarden Euro - das ist mehr als ein Drittel der gesamten österreichischen Dienstleistungsexporte (42 Milliarden Euro). "Dienstleistungsexporte zeichnen sich durch eine enorm hohe Wertschöpfung im Inland aus", unterstreicht Jank einen weiteren wichtigen Aspekt. Zudem entfallen 70 Prozent aller österreichischen F&E-Exporte auf Wien. "Das bestätigt unseren Kurs, Wien als Forschungsstandort auszubauen", sagt Jank. Insgesamt tragen die Wiener Exporte mit 31,4 Milliarden Euro zu 46 Prozent zum Wiener Brutto-Regional-Produktes bei.

Schwerpunktländer, Schwerpunktbranchen

Für 2009 rechnet Jank damit, dass Wien beim Exportrückgang unter den vom WIFO prognostizierten Minus von 15 Prozent bleiben wird. "Wir streben einen Rückgang von unter zehn Prozent an. Und wir unterstützen unsere Wiener Exporteure mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln." Für 2010 werden Schwerpunktmärkte und Schwerpunktbranchen der Wiener Wirtschaft definiert. So wird der Fokus neben den Mittel-Osteuropäischen Staaten und dem Nahen Osten verstärkt auf die Chancen in China, Südafrika und Japan gelegt. Als besonders aussichtsreich gelten die Bereiche "Energie und erneuerbare Energie", "Infrastruktur und Gebäudeeffizienz", "Gesundheitswesen und Medizintechnik", "Informations- und Kommunikationstechnologie" sowie "Umweltschutz".
Zu allen Schwerpunktmärkten und -branchen bietet die Wirtschaftskammer Wien Informationen, Beratung und Direktförderungen. Erfreut zeigt sich Jank in diesem Zusammenhang über die von der Außenwirtschaftsorganisation der WKO und dem Wirtschaftsministerium initiierte Internationalisierungsoffensive "go international". "Mit ihr werden dringend benötigte Bundesmittel der Wiener Exportwirtschaft zur Verfügung gestellt. Denn die Wiener Exportförderung ist nur mit zwei Millionen Euro dotiert. Dass ist zu wenig, um alle Neuexporteure unterstützen zu können."

S E R V I C E: Über Exportchancen und Förderungen informieren können sich Wiener Betriebe direkt bei der Wirtschaftskammer Wien unter T 514 50 - 1474, E expoertchancen@wkw.at bzw. auf www.go-international.at.

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Dr. Gary Pippan
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