AKNÖ zum Weltspartag: Sicherheit ist das Gebot der Stunde!

Renaissance des guten alten Sparbuchs

Wien (OTS) - "Banken und AnlageberaterInnen haben nach der Finanzkrise wieder einiges gut zu machen. Die neuerliche Bewerbung riskanter Anlagenmodelle ist da der falsche Weg, um das Vertrauen der Menschen wieder zurück zu gewinnen", mahnt AKNÖ-Präsident Hermann Haneder anlässlich des bevorstehenden Weltspartags am 30. Oktober.

Kaum hat die Finanzwelt einen Schritt aus der Finanzkrise gemacht, mehren sich schon wieder offensive Bewerbungen riskanter Anlagenmodelle. "Dabei sollte gerade jetzt der Sicherheitsgedanke an erster Stelle stehen", gibt der AKNÖ-Präsident zu denken.

Tatsächlich ergibt sich aus den zahlreichen Beratungsgesprächen der AKNÖ-Konsumentenberatung eine klare Tendenz: "Viele Sparerinnen und Sparer haben aus der Krise offensichtlich gelernt.", sagt AKNÖ-Finanzexperte Ernst Hafrank. Das gute alte Sparbuch feiert jedenfalls wieder Hochsaison: "Das eingelegte Kapital darf nicht verloren gehen. Das Sparbuch ist und bleibt so gesehen die sicherste Variante", kann Hafrank diese Vorgehensweise nur weiter empfehlen.

Finger weg von spekulativen Produkten! Er warnt allerdings vor den Überredenskünsten vieler FinanzberaterInnen: "Wegen des momentan extrem niedrigen Zinsniveaus sollten sich Konsumenten nicht dazu hinreißen lassen, wieder auf spekulative Anlageformen zurück zu greifen, nur weil Nettorenditen von 4 bis 6 Prozent in Aussicht gestellt werden." Bereits wenn deutlich über 3 Prozent Bruttorenditen mit Veranlagungszeiten unter 3 Jahren angegeben werden, sollten alle Alarmglocken läuten. Hafrank: "Da muss man von spekulativen Produkten ohne Zins- und Kapitalgarantie ausgehen, die noch dazu nicht unter den Schutz der gesetzlichen Einlagensicherung fallen."

Apropos Einlagensicherheit: Ab 1.Jänner 2010 kommen hier neue Regelungen zum Tragen. So sind Einlagen ab diesem Datum bis zu einer Gesamthöhe von 100.000 Euro abzusichern. Diese Gesamtsumme versteht sich nach wie vor pro SparerIn und pro Bankinstitut. Ist also ein höherer Gesamtbetrag auf mehrere Spar- und Girokonten eines Instituts aufgeteilt, gilt die Einlagensicherheit trotzdem nur bis zu 100.000 Euro!

Vorsicht bei Angeboten im Web! Was für die Banken aus Sicht der Konsumenten gilt, muss erst Recht bei Online-Werbungen berücksichtigt werden: "Im Internet finden sich immer wieder unseriöse Angebote. Hier können wir nur raten: Finger weg von allzu schön klingenden Angeboten!", warnt Hafrank

Sehr wohl empfehlenswert im Internet ist hingegen der "Bankenrechner" der Arbeiterkammern (www.bankenrechner.at). Diese unabhängige Vergleichsplattform hilft KonsumentInnen, sich einfach und schnell einen Überblick über die aktuelle Zinsenlandschaft der Banken zu verschaffen.

Weitere Tipps und Infos rund ums Sparen finden Sie auf noe.arbeiterkammer.at/konsument

Rückfragehinweis für JournalistInnen: AKNÖ Konsumentenberatung, Ernst Hafrank, 01-58883-1310

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