Wirtschaftsverband NÖ: Kleine Betriebe durch Anhebung von Freibeträgen und Freigrenzen entlasten!

Spartenvorsitzende Christine Adlitzer: "Anpassung an die Entwicklung der Arbeitslöhne nötig"

St. Pölten (OTS) - Auf eine stark gestiegene Belastung kleiner Unternehmen bei Beiträgen und Abgaben weist die Spartenvorsitzende des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes Niederösterreich im Handel, Komm.-Rat Christine Adlitzer, hin. "Weil Freibetrag und Freigrenze beim Dienstgeberbeitrag zum Familienlastenausgleichsfonds im Gegensatz zu den Arbeitslöhnen zuletzt vor 16 Jahren angehoben wurden, wird der Freibetrag für immer mehr kleine Betriebe unerreichbar. Eine Entlastung der Unternehmen durch eine Anhebung von Freigrenze und Freibetrag beim Dienstgeberbeitrag, beim Zuschlag zum Dienstgeberbeitrag und bei der Kommunalsteuer ist nicht nur gerechtfertigt, sondern höchst an der Zeit."

"Für sämtliche Arbeitslöhne inkl. Sachbezüge, die Unternehmen an ihre MitarbeiterInnen zahlen, ist ein Dienstgeberbeitrag zum Familienlastenausgleichsfonds in Höhe von 4,5 Prozent dieser Zahlungen zu entrichten. Übersteigt die Beitragsgrundlage - also die Summe aller Arbeitslöhne - in einem Kalendermonat nicht die Freigrenze von 1.460,- Euro, wird ein Freibetrag von 1.095,- Euro abgezogen", informiert Komm.-Rat Adlitzer.

"Weil jedoch die Höhe des Freibetrages und der Freigrenze zuletzt im Rahmen des Steuerreformgesetzes 1993 angehoben wurde, die Arbeitslöhne aber von Jahr zu Jahr steigen, können immer weniger Betriebe den Freibetrag in Anspruch nehmen. Denn die Zahl der Betriebe, die für ihre MitarbeiterInnen insgesamt mehr als 1.460,-Euro pro Monat an Arbeitslöhnen zahlen, ist heute wesentlich höher als Mitte der 90er-Jahre. Eine Valorisierung von Freigrenze und Freibetrag ist daher dringend notwendig. Die Anpassung an die Entwicklung der Arbeitslöhne in den letzten 16 Jahren würde die Gerechtigkeit bei den Beitragsleistungen erhöhen, aber auch die Beschäftigung von MitarbeiterInnen erleichtern."

"Die gleiche Problematik wie beim Dienstgeberbeitrag haben wir beim Zuschlag zum Dienstgeberbeitrag und bei der Kommunalsteuer, nur die Prozentsätze, mit denen diese Abgaben von den Arbeitslöhnen berechnet werden, sind andere. Daher sollten auch hier Freigrenze und Freibetrag erhöht und der Entwicklung der Arbeitslöhne angepasst werden", verlangt Christine Adlitzer.

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