Aufruf zur Unterstützung für die Christen im Nahen Osten

20-Jahr-Feier der "Initiative Christlicher Orient" (ICO) - Bischof Ludwig Schwarz dankt Prof. Hans Hollerweger

Linz, 27.10.2009 (KAP) Zur Unterstützung der Christen im Nahen Osten wurde bei der 20-Jahr-Feier der "Initiative Christlicher Orient" (ICO) in Linz aufgerufen. Bei einem Festakt mit Diözesanbischof Ludwig Schwarz wurde in der Katholisch-Theologischen Privatuniversität Linz daran erinnert, dass Botschaft, Theologie, Philosophie, Liturgie, Kunst des Christentums aus dem Nahen Osten stammen.

Der Linzer Diözesanbischof Ludwig Schwarz dankte dem ICO-Gründer em. Prof. Hans Hollerweger für dessen Engagement und wies darauf hin, dass die ICO auch dort den Einsatz nicht scheut, wo es gefährlich ist. Das war zu Beginn der Arbeit im Tur Abdin und ist heute im Nordirak der Fall. Prof. Hollerweger habe finanziell viel bewegt, ebenso wichtig sei die Bewusstseinbildung. Bischof Schwarz: "Dass es in unserem Land doch eine merklich steigende Aufmerksamkeit für die Christen im Orient gibt, hängt auch mit der Arbeit von Prof. Hollerweger zusammen. Er hat hier Pionierarbeit geleistet".

Die "Initiative Christlicher Orient" (ICO) ist ein Verein, der sich zur Aufgabe gestellt hat, über die Christen im Nahen Osten zu informieren, sie finanziell zu unterstützen und Begegnungen zu ermöglichen. Die Christen leben in all diesen Ländern heute als Minderheit in einer muslimischen Umgebung und werden oftmals benachteiligt und bedrängt - dabei waren diese Länder die ersten, in denen die Christen die absolute Bevölkerungsmehrheit gestellt hatten.

Die bekannteste Aktion von ICO ist die Initiative "An jeden Christbaum ein Stern aus Bethlehem". In der Adventzeit werden an die 40.000 Olivenholzsterne aus Bethlehem in ganz Österreich verkauft. Der Verkauf sichert Arbeitsplätze in Bethlehem und der Erlös fließt ebenfalls wieder in die Geburtsstadt Jesu zurück.

Die ICO mit Prof. Hollerweger unterstützt auch Menschen in Gebieten, wo große Hilfsorganisationen nicht tätig sind - etwa im Norden des Irak. Vor dem Terror rund um Bagdad sind unzählige Christen in den Nordirak geflohen. Dort sind sie in vorläufiger Sicherheit. Die kurdische Regionalregierung kann aber kaum das Notwendigste zur Entwicklung der Flüchtlingsdörfer beitragen. Hier ist die ICO aktiv, zum Beispiel mit der Einrichtung von Kindergärten.

Prof. Hollerweger wurde durch seinen Einsatz für den Tur Abdin, den "Berg der Gottesknechte" in Südostanatolien, bekannt. Die christlichen Gemeinschaften in diesem Gebiet drohten zwischen den kurdischen Kämpfern und dem türkischen Militär zerrieben zu werden.. Aus seiner Beschäftigung mit dem Tur Adin entstand der Bildband "Lebendiges Kulturerbe Tur Abdin", der inzwischen eine Auflage von 12.500 Stück erreicht hat und als internationales Standardwerk gilt.

Dass ein langjähriger Partner von ICO, der chaldäisch-katholische Erzbischof von Kirkuk, Louis Sako, zu den Anregern der Bischofssynode für den Nahen Osten gehört, zeige, wie nahe die ICO an den drängenden Fragen der Kirchen im Orient ist, so Bischof Schwarz. (Informationen: Tel.: 0732/773.578; Email: ico@utanet.at).

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