ARBÖ: Mobilität ist in Österreich viel teurer als in Deutschland und im EU-Durchschnitt

Studie "EuroMobil" zeigt: Große Unterschiede bei den Mobilitätskosten in Europa

Wien (OTS) - Die Deutschen mögen die Österreicher zwar um die etwas günstigeren Spritpreise beneiden, nicht jedoch um die Mobilitätskosten insgesamt. Mobilität ist in Österreich um 14 Prozent teuer als in Deutschland und liegt gar um stolze 35 Prozent über dem EU-Durchschnitt. Das ist das Ergebnis der aktuellen Studie "EuroMobil", die im Auftrag des Europäischen Automobil Clubs (EAC) erstellt wurde, dem der ARBÖ angehört.

Verglichen wurden die monatlichen Mobilitätskosten (Stand: März 2009). Diese machen in Österreich 487 Euro aus, in Deutschland 427 Euro und im EU-Schnitt 360 Euro. Der Löwenanteil entfällt auf Autokosten. Bis auf die Treibstoffe ist in Österreich rund ums Auto alles viel teurer als in Deutschland: der Kauf neuer und gebrauchter Autos (+33 Prozent Unterschied) Ersatzteile und Zubehör (+42 Prozent) sowie Instandhaltung und Reparaturen (+38 Prozent).

"Die Österreicher geben vor allem mehr Geld für den Kauf des Pkw aus. Sie tun dies nicht freiwillig und fahren auch keine teureren Autos als die Deutschen. Der Staat greift seinen Bürgern hier eben besonders tief in die Tasche", erklärt Studienautor Dr. Thomas Zängler, der an der Technischen Universität München den Europäischen Masterstudiengang "Consumer Affairs" koordiniert. "Beim Autokauf müssen die Österreicher als Extrasteuer auch noch Normverbrauchssteuer (NoVA) zahlen, die Deutschen aber nicht. Nur beim Sprit ist es umgekehrt: hier schlägt der deutsche Staat noch höhere Steuern drauf, als der Österreichische."

"Dass die Autokosten bei uns in Österreich viel höher sind, als in Deutschland und auch den EU-Durchschnitt bei weitem überragen, bekommen die Autofahrerinnen und Autofahrer hierzulande sehr deutlich zu spüren, allen voran die Pendler und Pendlerinnen", betont ARBÖ-Generalsekretär Peter Stuppacher. und fordert die heimischen Politiker auf, vor allem jene zu entlasten, die beruflich auf das Auto angewiesen sind. Stuppacher: "Was zählt ist die Gesamtbelastung der Autofahrer und Autofahrerinnen in Österreich. Ihnen bringt es herzlich wenig, in der politischen Diskussion immer nur auf die Spritkosten hinzuweisen, die als einzige Kostenart bei uns etwas günstiger ist. Das ist irreführend und damit höchst unseriös."

"EuroMobil" wurde aufgrund der Verbrauchsausgaben für Mobilität aus dem Jahr 2005 (Quelle EUROSTAT, DESTATIS, Statistik Austria) recherchiert und - kaufkraftbereinigt- auf März 2009 hochgerechnet. Zugrunde liegen die Mobilitäts-Ausgaben für einen durchschnittlichen Haushalt mit Pkw.

Der EAC ist ein Verbund aus fünf Autofahrerorganisationen aus Deutschland und Österreich: ARBÖ, ACE (Auto Club Europa e.V), ACV (Automobil-Club Verkehr), ARCD (Auto- und Reise-Club Deutschland) und KS (Kraftfahrer-Schutz e.V.). Der EAC mit Sitz in Brüssel vertritt das Anliegen von über 2,5 Millionen Menschen. Zu den primären Zielen des EAC gehört es, die Angelegenheiten der europäischen Autofahrer gegenüber EU-Institutionen und nationaler Politik zu stärken. Den Fokus legt der EAC auf pragmatische Harmonisierung verkehrsrechtlicher Vorschriften, mehr Verkehrssicherheit, nachhaltige Mobilitätslösungen und erhöhte Transparenz durch europaweite Regelungen im Verkehrssektor.

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