Csörgits: Keine Umverteilung zugunsten der Wohlhabenden

Sozialleistungen treffen genau jene, die sie brauchen

Wien (OTS/SK) - "Umverteilungen von den Schwächeren dieser Gesellschaft hin zu den Wohlhabenden kommen für die Sozialdemokratie nicht in Frage", stellte SPÖ-Sozialsprecherin Renate Csörgits heute, Donnerstag, in einer Sitzung des Nationalrats klar. "Es ist zu befürchten, dass die Einführung eines Transferkontos nicht nur Licht ins Dunkel bringen soll, sondern auch Einsparungen angedacht sind", so Csörgits weiter. ****

"Die steigende Ungleichheit der Bruttogehälter ist durch konjunkturelle Schwäche und den steigenden Anteil der Teilzeitarbeit zu erklären. Der Staat greift hier ein und gleicht aus", erklärte Csörgits. Ein Beispiel dafür seien Familienleistungen, welche "genau jene treffen, die diese Leistungen auch benötigen: junge Familien mit wenig Einkommen." In Bildung zu investieren, um allen den gleichen Zugang zu ermöglichen, trage dazu bei, im weiteren Lebensverlauf ein besseres Einkommen zu erlangen.

Familienbesteuerung ist abzulehnen

"Wenn ein Transferkonto pro Familie eingeführt würde, wäre das ein Schritt zur Familienbesteuerung und das lehnen wir ab. Frauen würden dann wieder nur als 'Dazuverdienerin' gesehen, sie sollen aber ein Einkommen haben, mit dem sie auch auskommen können", kritisierte die SPÖ-Sozialsprecherin die möglichen Folgen eines Transferkontos. "Sozialleistungen sind eine Chance für viele Menschen und ein wichtiger Wachstumsmotor", so Csörgits abschließend. (Schluss) bj

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