Trauer um Fritz Csoklich (3)

Derschmidt: "Klare Sprache"

Die Präsidentin der Katholischen Aktion Österreich (KAÖ), Luitgard Derschmidt, erinnerte im Gespräch mit "Kathpress" an die geradlinige, aufrichtige und niemals bevormundende Art Csoklichs. In die Katholische Aktion habe er seine Kompetenzen als politischer Kopf in vielerlei Weise eingebracht, "er stand für ein eigenständiges, selbstverantwortetes Laienbewusstsein und pflegte eine klare Sprache, ohne zu 'zündeln'". Derschmidt erinnerte an den von Csoklich 1996 mitherausgegebenen Sammelband "ReVisionen. Katholische Kirche in der Zweiten Republik", der mit den dort gesammelten Positionen, Reflexionen und Visionen für die Kirche bis heute aktuell sei.

Als Luitgard Derschmidt als einzige Frau in die "Männer-Riege" des KAÖ-Präsidiums kam, sei ihr Csoklich mit seiner einfühlsamen Art sehr hilfreich gewesen, fügte die jetzige KAÖ-Präsidentin "dankbar eine persönliche Erinnerung" hinzu.

Josef Wilhelm, Csoklichs Nachfolger als Präsident der steirischen KA würdigte den Verstorbenen als "Urgestein" der katholischen Laienorganisation. Er sei vom Konzil und dessen offenem Zugang auf die Welt geprägt gewesen und habe "dessen Geist nach Kräften als Journalist, als Vortragender und 'KA-Funktionär' in die Steiermark getragen". Csoklich habe dafür plädiert, Laien in der Kirche nicht als "Ersatzkleriker", sondern in ihrer Selbständigkeit voll anzuerkennen und "die Spannung von Kirche und Welt" auszuhalten, erinnerte Wilhelm.

(forts. mgl.)
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