Schenz: Hervorragende Wirtschaftsbeziehungen zu Polen weiter ausbauen

EU-Förderungen und EURO 2012 bieten Chancen für österreichische Firmen - Polnischer Wirtschaftsminister und Vizepremier Pawlak im Haus der Wirtschaft

Wien (OTS/PWK796) - "Dass wir uns heute in der
Wirtschaftskammer Österreich Polen widmen, ist für mich ein besonderes Vergnügen. In diesen schwierigen Zeiten ist es eines der ganz wenigen europäischen Länder, das 2009 mit einem Wirtschaftswachstum abschließen wird", begrüßte WKÖ-Vizepräsident Richard Schenz Polens stellvertretenden Ministerpräsidenten und Wirtschaftsminister Waldemar Pawlak, heute Donnerstag im Haus der Wirtschaft. Pawlak, der sich anlässlich eines offiziellen Arbeitsbesuches bei Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner in Österreich aufhält, ist Hauptredner beim Wirtschaftsforum der Außenwirtschaft Österreich (AWO) zu "Chancen für österreichische Firmen in Polen".

Erst vor einem Monat gab es in Polen im Rahmen des Besuches von Bundespräsident Heinz Fischer produktive Gespräche zwischen Minister Pawlak und WKÖ-Präsident Leitl, um Möglichkeiten der wirtschaftlichen Zusammenarbeit auszuloten.

Die österreichisch-polnischen Wirtschaftsbeziehungen haben sich in den letzten Jahren ausgezeichnet entwickelt. Vor allem der Beitritt Polens zur Europäischen Union beschleunigte die bilateralen Geschäfte: Seit 2004 hat sich das österreichische Außenhandelsvolumen mit Polen in etwa verdoppelt und beträgt nun rund 5 Mrd. Euro. Ebenso hat sich die Anzahl der österreichischen Niederlassungen in Polen auf rund 550 verdoppelt. 2009 sind die österreichischen Exporte nach Polen, nach einem Zuwachs um 8,6 Prozent im Jahr 2008, krisenbedingt gesunken (Exporte, Jan.-Juli 2009: -24,7 Prozent Volumen: 1,4 Mrd. Euro). Österreichs Hauptexportgüter nach Polen sind Maschinen und Anlagen, Zulieferteile für die Industrie, Bleche, elektrotechnische Waren, Papier und Pappe sowie Pharmazeutika.

Schenz geht von einem baldigen Aufwärtstrend beim Außenhandel mit Polen aus. Polen sei einer der größten Märkte in Mittel- und Osteuropa und habe enormes Wachstumspotential. Gute Möglichkeiten für heimische Unternehmen sieht der WKÖ-Vizepräsident in den Bereichen Bau/Infrastruktur, Energie, Umwelt sowie Lebensmittel. Zusätzliche Chancen ergeben sich aufgrund von EU-Förderungen (Volumen: 67 Mrd. Euro bis 2013), die gezielt für Investitionen in die polnische Wirtschaft verwendet werden, allen voran in den Bau und die Modernisierung der Infrastruktur.

Einen weiteren wirtschaftlichen Impuls, auch für österreichische Unternehmen, gibt die Fußball-Europameisterschaft 2012 (in Polen und der Ukraine). Einige heimische Unternehmen sind bereits in die Vorbereitungen auf dieses Ereignis involviert, wie z.B. Alpine Bau aus Salzburg, oder in Gesprächen mit der polnischen Veranstaltergesellschaft.

"Wenn schon unsere Fußball-Nationalmannschaft bei der EURO 2012 nicht dabei sein wird, so kann wenigstens die österreichische Wirtschaft durch österreichische Firmen an vorderster Front zum Gelingen der Europameisterschaft beitragen", so Schenz abschließend. (ES)

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