BZÖ-Linder: Tourismus hat in den Regierungsparteien zuwenig Lobbyisten

"Nicht zu verstehen, dass keine Sondermittel mehr für Tourismus vorgesehen sind"

Wien (OTS) - "Durch das Sonderwerbebudget von vier Millionen Euro ist es gelungen, den Sommertourismus in Österreich gut über die Bühne zu bringen", stellte heute der Kärntner BZÖ-Abgeordnete und Obmann des parlamentarischen Tourismusausschusses Max Linder in seinem Debattenbeitrag fest. "Mit einem Minus von 1,8 Prozent ist man aber noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen", so Linder weiter.

Diese vier Millionen seien für den "Nahmarkt Deutschland und Österreich" eingesetzt worden. "Wir haben in Österreich um 0, 6 Prozent mehr urlaubende Österreicher verzeichnen können. Gerade deshalb verstehe ich es nicht, dass der Minister im letzten Ausschuss gemeint hat, dass keine Sondermittel mehr vorgesehen sind", kritisierte Linder.

Ein weiteres Problem im Tourismus sei die "absolut vorhandene Kreditklemme". Ebenso sei vor allem die Eigenkapitalausstattung der kleinen und Kleinstbetriebe ein großes Problem. Gerade hier werde es notwendig sein, diesen Betrieben zu helfen. "Diese Betriebe sind nämlich ein Garant dafür, dass der Tourist weiß, "hier bekomme ich Österreich"", betonte Linder.

Ein wichtiger Bereich im Tourismus seien auch die Mitarbeiter. "Um eine Vollbeschäftigung zu erreichen, brauchen wir daher mehr Flexibilität und längere Durchrechnungszeiten. Wir möchten die Mitarbeiter lange im Betrieb behalten, denn das ist für uns Kapital. Ebenso wichtig sind die Schulschikurse. Es ist erfreulich, dass dazu ein Fünf-Parteien-Antrag im nächsten Tourismusausschuss eingebracht wird. Den österreichischen Kindern das Schifahren zu erlernen, ihnen Freude am Wintersport zu vermitteln und damit den Betrieben eine Saisonverlängerung zu garantieren, muss das Ziel sein", erklärte Linder, der auch für eine einheitliche Werbeschiene für den österreichischen Tourismus plädierte.

"Der Tourismusausschuss dient nicht nur dazu die Probleme und Angelegenheiten des Tourismus auf breiter Basis zu diskutieren, sondern dient auch dazu, den Forderungen der Tourismuswirtschaft und der Betriebe Nachdruck zu verleihen. Der Tourismus hat leider in den Regierungsparteien zuwenig Lobbyisten", schloss Linder.

Rückfragen & Kontakt:

Parlamentsklub des BZÖ

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | BZC0007