FPÖ-Deimek: Pröll ist der Totengräber der Klein- und Mittelbetriebe

Kreditklemme ist für mittelständische Betriebe gefährlich - EZB-Leitzins auf historischem Tiefstand, Banken verlangen weiterhin hohe Zinsen und Sicherheiten

Wien (OTS) - "Die Kreditklemme ist für mittelständische Betriebe ein gefährliches Faktum", stellte heute der freiheitliche Nationalratsabgeordnete Dipl. Ing. Gerhard Deimek, Landesparteiobmann-Stellvertreter der FPÖ Oberösterreich, fest. Deimek zeigte besorgt auf, "dass die heimischen Banken Kredite nach den Kriterien von Basel II vergeben und mit den erhaltenen Staatshilfen weiter munter im Osten spekulieren. Trotzdem der Leitzins der EZB sich auf einem historischen Tiefstand befindet, verlangen Banken Sicherheiten und hohe Zinsen, die die meisten Betriebe in diesen schwierigen wirtschaftlichen Zeiten nicht vorweisen und bezahlen können."

Faktum sei, so der FPÖ-Abgeordnete, dass die mittelständischen Betriebe das Fundament der heimischen Wirtschaft bilden und zwei Drittel aller Arbeitsplätze garantieren. "Für deren Überleben wendet der Staat jedoch nur äußerst unzureichende Mittel auf. Für Bankmanager, die aus reiner Gewinnsucht Geld hochriskant veranlagt haben, ist die Regierung sofort mit 100 Milliarden Euro in die Bresche gesprungen, Familienbetriebe und der Mittelstand werden von Finanzminister Pröll mit lediglich einer Milliarde abgespeist", kritisierte Deimek.

Deimek erinnerte in diesem Zusammenhang daran, "dass sich die FPÖ von Anfang an dafür eingesetzt hat, dass jene Banken, die staatliche Hilfsgelder in Anspruch nehmen, Kredite im Inland vergeben müssen. Derzeit wird österreichisches Steuergeld im Ausland veranlagt, um östliche Volkswirtschaften wieder in Schwung zu bringen, während Finanzminister Pröll unsere eigene Wirtschaft verhungern lässt. Vor allem Oberösterreich ist von dieser Entwicklung betroffen, die Firmeninsolvenzen haben sich um knapp 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erhöht - in der erzeugenden Industrie bundesweit sogar um gewaltige 62 Prozent. Wenn der Herr Vizekanzler angesichts dieser Zahlen nicht als Totengräber der mittelständischen Wirtschaft gelten will, sollte er nicht nur die Machenschaften der Raiffeisenzentralbank unterstützen, sondern endlich heimische Betriebe."

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