Kinderbetreuungsgeld - Heinisch-Hosek: "Haben nächsten großen familienpolitischen Schritt gemacht"

Mehr Männer in Karenz bringen - "Sehr klar" mit Ländern über Kinderbetreuungs-Angebote verhandeln

Wien (OTS/SK) - Mit dem Kindergeld neu "haben wir
familienpolitisch einen nächsten großen Schritt gemacht", so Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek am Donnerstag im Nationalrat. Heinisch-Hosek zeigte sich erfreut darüber, dass es gemeinsam mit Staatssekretärin Marek gelungen sei, "viel für die Familien weiterzubringen". So sei auch bei der Absicherung von Alleinerziehenden ein "wichtiger Schritt gelungen", sagte Heinisch-Hosek, die bekräftigte, dass darauf zu achten sei, "dass wir den Alleinerziehenden die Sozialleistungen zukommen lassen, die sie vor Armut bewahren". In Sachen Kinderbetreuung müsse es "der nächste Schritt sein, mit den Ländern in sehr klare Verhandlungen zu treten", so Heinisch-Hosek, die sich hier für eine Erweiterung des Angebots und für gleiche Bedingungen für alle Kinder in Österreich aussprach. ****

Kindergeld neu heiße auch, "Lösungen anzubieten und nicht in Problemen zu denken", so die Frauenministerin, die ihrer Hoffnung Ausdruck gab, dass es mit dem einkommensabhängigen Kinderbetreuungsgeld gelinge, "dicke Mauern von Ausreden und Vorurteilen einzuschlagen", so dass mehr Väter in Karenz gehen. Hier sei eine 20-prozentige Männerbeteiligung ihr Ziel, so die Frauenministerin, die hierzu betonte: "Schon der Flügelschlag eines Schmetterlings kann Stürme auslösen. Ich wünsche mir, dass das Kindergeld neu einen Ansturm von Vätern, die in Karenz gehen, entfacht." Um dies zu erreichen, müsse freilich auch in den Betrieben eine Kultur geschaffen werden, die dies zulasse, ergänzte Heinisch-Hosek. Mit den fünf Varianten des Kinderbetreuungsgelds trage man verschiedenen Lebensformen Rechnung, das sei "wichtig für eine moderne Familienpolitik".

Die Frauenministerin sprach sich mit Blick auf die einkommensabhängige Variante dafür aus, dass mit dem Wiedereinstieg ins Berufsleben nach 14 Monaten die "Möglichkeit gegeben ist, dass die Kinder gut untergebracht sind. Da werden wir mit den Ländern weiterverhandeln", so Heinisch-Hosek, die klarstellte, dass sie mit Marek darüber einig sei, dass Kinder in ganz Österreich die gleichen Bedingungen vorfinden müssen. Daher müsse "der nächste Schritt sein, dass wir mit den Ländern in Verhandlungen treten, dass Kinder mindestens acht Stunden am Tag die Möglichkeit haben, betreut zu werden und dass die Kinder ein warmes Mittagessen haben, auch dass fünf Tage in der Woche offen ist, und jeder Mensch die Möglichkeit wählen kann, die er möchte. Jetzt gelte es, das "Angebot zu erweitern", so Heinisch-Hosek abschließend. (Schluss) mb

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