FPÖ-Haider zu ORF: "Situation nicht schönreden, sondern handeln!"

RH zeigt unglaubliches ORF-Desaster unter Mitverantwortung von Wrabetz auf

Wien (OTS) - "Es bringt nichts, den ORF so lange schön zu reden, bis er wirklich kaputt ist." Dies stellte gestern der freiheitliche Nationalratsabgeordnete Mag. Roman Haider, Mitglied des Rechnungshofausschusses, im Plenum anlässlich der Debatte zum Rechnungshofbericht punkto ORF fest. Haider erneuerte dabei die FPÖ-Kritik an SPÖ und ÖVP, die in der Ausschusssitzung vergangene Woche eine ausführliche Diskussion zu den vom Rechnungshof aufgezeigten 57 Punkten nicht zugelassen hatten. "Der vorliegende Bericht zeigt ein unglaubliches ORF-Desaster unter Mitverantwortung von ORF-General Wrabetz auf."

"Dem ORF fehlt nach wie vor eine Gesamtstrategie", betonte Haider. Der Rechnungshof habe zudem aufgezeigt, dass in einigen Medienbereichen des ORF die Produktionsabläufe in den Redaktionen und Programmabteilungen wenig aufeinander abgestimmt sind. "Auch wenn es der RH fein formuliert, bedeutet das konkret: Doppelgleisigkeiten, doppelt und dreifach sind Leute für die gleiche Arbeit bezahlt worden, völlig unnötigerweise", kritisierte Haider. Nach der RH-Kritik sei, so Haider, "dem Ganzen noch die Krone aufgesetzt worden: Es sind noch zusätzlich stellvertretende Chefredakteure, eigene Sendeverantwortliche und noch fünf Ressortverantwortliche dazu bestellt worden."

Im Jahr 2004 sei von der damaligen Generaldirektorin ein Beratungsunternehmen mit einer Gesamtkostenanalyse beauftragt worden, mit dem Ergebnis, dass ein Sparpotential von 27 Millionen Euro vorhanden ist. "In einem Lenkungsausschuss wurde dann eine Reduzierung von 22,6 Millionen Euro beschlossen. Daraus sind dann -ohne Beschluss - sang- und klanglos 16,6 Millionen Euro geworden", kritisierte der FPÖ-Abgeordnete. "Das ganze Prozedere ist damals über den Tisch des damaligen ORF-Finanzchefs und nunmehrigen Generaldirektor Wrabetz gegangen."

Weiterer Kritikpunkt, so Haider, sei der aus dem Jahr 2002 drei Seiten umfassende Vorschlag zur Einführung eines ORF-Qualitätssicherungsprogramms. Dieses basiere auf einem ohnehin schon seit mehreren Jahren im ORF bestehenden Qualitätsmonitoring und wurde auf das gesamte Programmangebot ausgeweitet. "Dafür hat das Management 63.600 Euro kassiert", kritisierte Haider. "So geht es aber auch weiter: Ab dem Jahr 2003 durfte ein Gutachter feststellen, dass diese Qualitätskriterien erfüllt wurden. Preis des Gutachtens:
Zwischen 225.000 und 279.000 Euro. Und weil zusätzlich noch alle anderen Kriterien erfüllt wurden, gab es noch zusätzlich 254.000 Euro an Boni für Monika Lindner, Alexander Wrabetz und 5 weitere ORF-Manager."

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