BZÖ-Haubner: Kinder zu haben, darf nicht arm machen

2002 eingeführtes Kinderbetreuungsgeld wurde ein Erfolgsmodell

Wien (OTS) - "Jeder, dem die Zukunft des Landes am Herzen liegt, weiß, dass wir in Bildung investieren müssen, damit Kinder eigenständig leben und arbeiten können. Wir müssen aber auch Familien in diesen wirtschaftlich schweren Zeiten unterstützen", erinnerte BZÖ-Familiensprecherin Abg. Ursula Haubner in der Debatte über das "Kindergeld neu". Die neue Variante sei zu begrüßen, denn "Kinder zu haben, darf nicht arm machen". Allerdings werde die Verwaltung teurer. Zur Unterstützung der Familien forderte Haubner das Aufheben der Zuverdienstgrenze.

"Ich freue mich, dass unbestritten ist, dass das 2002 eingeführte Kinderbetreuungsgeld ein Erfolgsmodell ist und die Eltern diese Familienleistung annehmen", so Haubner. Schließlich werde Familienleistung gleich wie Erwerbsleistung bewertet. Haubner erinnerte, dass die "Arbeit in der Familie in erster Linie in der Hand der Frauen liegt, deren Leistungen werden zu wenig anerkannt."

Für die neue Variante des Kindergelds gibt es von Haubner auch Kritik: "Die neue Variante geht in Richtung Karenzgeld und hat mit ursprünglichen Gedanken nichts zu tun." Es sei eher Geld für den Verdienstentgang, nicht für die Betreuung. Zudem werde die Verwaltung umständlicher und "die Familien brauchen künftig Experten, um zu diesem Geld zu kommen!"

"Weiterentwicklungen für Familienleistungen sind wichtig, aber das System darf nicht komplizierter werden", forderte Haubner. Sie kritisierte, dass die Bestimmungen bei der Zuverdienstgrenze große Barrieren bringen. Deshalb sei es logisch, diese Grenze aufzuheben. Die geschätzten Kosten von 300 Mio. Euro seien nur ein Bruchteil des Bankenpakets. "Wenn die Familien uns etwas wert sind, dann müssen wir sie auch absichern", erinnerte Haubner.

Rückfragen & Kontakt:

Pressereferat Parlamentsklub des BZÖ

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | BZC0004