MA 22: Wissenschaftlicher Förderpreis 2009 vergeben

Auszeichnung für 17 WissenschafterInnen für ihre innovativen Arbeiten zum Umweltschutz

Wien (OTS) - Bereits zum zwölften Mal zeichnete die Wiener Umweltschutzabteilung - MA 22 heuer WissenschafterInnen für herausragende Arbeiten zu umweltrelevanten Themen aus. Bei den eingereichten Arbeiten handelt es sich um Diplomarbeiten und Dissertationen, die für den Umweltschutz in Wien von Interesse sind.

17 WissenschafterInnen ausgezeichnet

17 WissenschafterInnen erhielten dieses Jahr den Wissenschaftlichen Förderpreis der MA 22, der auch von den Wiener Wasserwerken (MA 31) mit dem "Sonderpreis Wasser" unterstützt wird. Mit der Vergabe des jährlich ausgeschriebenen Förderpreises will die Wiener Umweltschutzabteilung den Austausch zwischen jungen WissenschafterInnen und AkteurInnen der Stadt Wien stärken. Die Preisverleihung erfolgte im Rahmen einer festlichen Abendveranstaltung gestern Abend im Media Tower Wien. Gemeinderat Erich Valentin, Vorsitzender des Umweltausschusses des Wiener Gemeinderates, Dr. Karin Büchl-Krammerstätter, Leiterin der Wiener Umweltschutzabteilung und DI Hans Sailer, Leiter der Wiener Wasserwerke (MA 31) überreichten die Urkunden und Preisgelder von jeweils 588 Euro. Als Ehrengäste gratulierten Dr. Lothar Matzenauer, Vizerektor der Universität für Bodenkultur Wien und Dr. Stefan Schleicher, Wegener Zentrum für Klima und Globalen Wandel.

"Die Partnerschaft der Stadt Wien mit der Wissenschaft ist unverzichtbar für optimiertes Handeln auf dem Gebiet des Umweltschutzes. Wissenschaft und Politik sind näher aneinandergerückt, nur gemeinsam lassen sich Lösungen für anstehende globale Herausforderungen finden. Eine starke Umweltpolitik ist in Zeiten des Klimawandels und knapp werdender Ressourcen zu einer Überlebensfrage geworden", so Gemeinderat Erich Valentin.

"Die Bandbreite und Qualität der eingereichten Arbeiten bestätigen uns, dass die Einrichtung dieses Preises sinnvoll und wichtig ist. Immer mehr angehende junge Wissenschafterinnen und Wissenschafter aus den unterschiedlichsten Fachrichtungen reichen ihre Arbeiten bei uns ein. Das zeigt uns, dass es im ökologischen Bereich große Nachwuchshoffnungen unter den jungen WissenschafterInnen gibt", so Dr. Karin Büchl-Krammerstätter, Leiterin der Wiener Umweltschutzabteilung.

"Wasser ist eine ökologisch hochsensible Ressource. Die Stadt Wien unternimmt alles, um das lebensnotwendige Gut Wasser keiner Gefährdung auszusetzen und um die hohe Qualität des Wiener Wassers auch für zukünftige Generationen zu erhalten. Die Wissenschaft liefert uns zur Entwicklung unserer Maßnahmen die dafür notwendigen Grundlagen", so der Leiter der Wiener Wasserwerke DI Hans Sailer.

Die prämierten Studien: Drei Beispiele

Auswirkungen des Klimawandels und ökologische und ökonomische Handlungsalternativen, Wiener Trinkwasser, Natur- und Artenschutz in der Stadt, Weiterentwicklung von Umweltmanagementsystemen - auch heuer wieder waren herausragende Arbeiten aus verschiedensten universitären Fachrichtungen vertreten. Der "Sonderpreis Wasser" wurde von den Wiener Wasserwerken aufgrund der Qualität der eingereichten Arbeiten heuer gleich an drei Studien vergeben.

Studie "Quantitative Bewertung von fäkalen Verunreinigungen in alpinen Quelleinzugsgebieten"

Um die Qualität des berühmten Wiener Wassers sicherzustellen, beobachten die Wiener Wasserwerke regelmäßig alle potenziellen und realen Einflüsse in den Quellgebieten. Eine mit dem "Sonderpreis Wasser" ausgezeichnete Arbeit zeigt neue Wege einer quantitativen Beurteilung von bestimmten mikrobiologischen Qualitätsfaktoren. Die Studie wurde von einem Absolventen der TU Wien erstellt. Die Ergebnisse der Arbeit liefern entscheidende Grundlagen, um Risiken aus dem Bereich unterschiedlichster fäkaler Verunreinigungen besser einschätzen und bewerten zu können.

Studie "Telemetrische Erfassung von Fledermausquartieren im dicht bebauten Stadtgebiet Wiens"

Fledermäuse - eine streng geschützte Tierart - leben auch im dicht bebauten Stadtgebiet von Wien. 21 (von 26 in Österreich) vorkommenden Fledermausarten zeigen in Wien hohe Aktivität. Um ein zeitgemäßes Management-Konzept für die in Wien beheimateten Fledermausarten erstellen zu können, muss man über die Anforderungen dieser Tiere an ihren Lebensraum Bescheid wissen. Für die vorliegende ausgezeichnete Studie einer Absolventin der Universität Wien wurden 30 Tiere sechs verschiedener Arten mit Sendern versehen und so ihre Lebensgewohnheiten erforscht. Es zeigte sich, dass die nachtaktiven Säuger am liebsten in Gebäuderitzen und Baumhöhlen Quartier beziehen. Innerstädtische Begrünung oder das Belassen alter Baumbestände erleichtern Nahrungs- und Herbergssuche der kleinen Insektenjäger. Für die Weiterentwicklung von bereits bestehenden Schutzprogrammen und einem Management-Konzept zur Förderung der Fledermaus in Wien liefert diese Studie den NaturschutzexpertInnen der Stadt Wien eine wertvolle wissenschaftliche Grundlage.

Studie "Vegetationsverhalten auf Schotterrasenparkplatzflächen aus Baustoffrecyclingmaterial"

Vorliegende Arbeit zur Begrünung von Schotterrasenflächen deckt, so die Begründung der Jury, gleich mehrere Umweltschutzaspekte der Großstadt ab. Unter Schotterrasenflächen versteht man mit Schotter befestigte und mit Gräsern und Kräutern begrünte Verkehrsflächen, die vor allem für wenig befahrene Straßenräume oder Parkplätze geeignet sind. Im Gegensatz zur Bodenversiegelung durch Asphalt und Beton erlauben Schotterrasen die flächenhafte Versickerung von Niederschlägen. Dadurch wird das Kanalsystem entlastet und die Grundwassererneuerung gefördert. Thema der vorliegenden Diplomarbeit einer Absolventin der BOKU Wien ist die Optimierung einer Saatgutmischung für eine optimale Vegetationsbedeckung und die Bedeutung von Baustoffrecyclingmaterial als Wuchsgrundlage.

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(Schluss) red

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