Neue Erdäpfelvielfalt in Wien

Umweltstadträtin Sima präsentierte erste Ernte alter Kartoffelsorten. Starköche kredenzten ihre besten Erdäpfelgerichte

Wien (OTS) - Violetta, Muresan, Pinki und Ciclamen - klingende Namen, die man auf den ersten Blick nicht gerade mit Erdäpfel in Verbindung bringen würde. Doch genau darum handelt es sich: um alte Sorten von Kartoffeln, die von Biobäuerinnen im Waldviertel gezüchtet und in Zusammenarbeit mit Slow Food Wien und der Arche Noah, der Gesellschaft für die Erhaltung der Kulturpflanzenvielfalt, auf den Bioflächen der Stadt Wien ausgesät wurden. Jetzt war die Zeit der ersten Ernte gekommen. Am Mittwoch, 21. Oktober 2009 lud Umweltstadträtin Ulli Sima zum Wiener Abend mit Erdäpfelvielfalt und "Gemischtem Satz" auf die Summerstage ein.

Erdäpfelgerichte von Amann, Cmyral, Domschitz und Gerer

Gleich vier prominente Köche präsentierten Ihre besten Erdäpfelvariationen mit den ursprünglich fast in Vergessenheit geratenen Erdäpfelsorten. Denise Amann, Inhaberin und Köchin des Restaurants Noi kochte Mangoldwickler mit Ziegenfrischkäse auf Violettagröstl mit Liebstöckel, Florian Cmyral, "Chef de Cuisine" des Salut kredenzte einen orientalischen Erdäpfelsalat. Christian Domschitz vom Vestibül verwöhnte die BesucherInnen des Events auf der Summerstage mit Mohnnudeln und Erdäpfelkompott und Reinhard Gerer wartete mit Rösti und Sardellen auf.
Durch den Abend führte Barbara van Melle, Obfrau von Slow Food Wien.

Stadt Wien als Bio-Pionier

Die Stadt Wien ist eine der größten Biobäuerinnen Österreichs. Das Stadtgut Lobau/Essling wurde bereits 1987 auf biologische Bewirtschaftung umgestellt und zählt damit zu den Pionieren im biologischen Landbau. Jährlich werden dort 500 Tonnen Bio-Erdäpfel geerntet. Nun leistet das Stadtgut wieder Pionierarbeit. Durch den Anbau alter, fast in Vergessenheit geratener Erdäpfelsorten.

"Die Stadt Wien nimmt ihre Verantwortung für den Schutz der Artenvielfalt wahr. Diese alten Sorten bieten eine wohlschmeckende, interessante Abwechslung für die Küche und werden schon in Kürze wieder im Handel erhältlich sein", freut sich Umweltstadträtin Ulli Sima über die neue Erdäpfelvielfalt in Wien. Die alten Sorten sind durch die Industrialisierung der Landwirtschaft von den Äckern verschwunden. Die Gene der alten Sorten konnten jedoch gerettet werden. Nach einer Saatgutvermehrung durch die Biobäuerinnen im Waldviertel wurden die Sorten kürzlich wieder eingesetzt.

Slow Food - Bewegung verstärkt Nachfrage nach Vielfalt

Durch Slow Food und andere Bewegungen, die neben Genuss auch die biologische Landwirtschaft und die Erhaltung der Artenvielfalt in den Mittelpunkt stellen, steigt auch die Nachfrage nach mehr und abwechslungsreicheren Sorten im Handel.

Genussvolles und regionales Essen und Trinken auf der "Terra Madre Austria 2009"

Die Erdäpfel werden erstmals auf der "Terra Madre Austria 2009" vom 28. bis 29. Oktober 2009 im Wiener Rathaus zu kaufen sein.

Bei der Terra Madre Austria 2009 können BesucherInnen im Arkadenhof des Wiener Rathauses Produkte, die nach Slow Food -Kriterien hergestellt wurden, verkosten, kennen lernen und kaufen. Der Eintritt ist frei. Veranstalter sind die Stadt Wien und Slow Food Wien.

Mehr Infos zur Terra Madre Austria unter www.terramadre.at

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Mag. Johannes Angerer
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