Parkstadt Hietzing: Modernes, urbanes Wohnen in bester Grünlage

Veit Aschenbrenner Architekten gewinnen Ideenwettbewerb für Nachnutzung des Geriatriezentrums Am Wienerwald

Wien (OTS) - Das Geriatriezentrum Am Wienerwald in Lainz wird zur "Parkstadt Hietzing". Das Areal mitsamt seinen denkmalgeschützten Bauten soll ab 2015 zu einem urbanen, modernen Wohnstandort mitten im Grünen werden. Das Büro Veit Aschenbrenner Architekten hat den von der Wiener Stadtentwicklungsgesellschaft (WSE) im Auftrag des Wiener Krankenanstaltenverbunds (KAV) ausgeschriebenen städtebaulich-architektonischen Wettbewerb gewonnen - und gibt mit seinem Entwurf die Richtung vor. "Das Projektteam hat die gegebene Struktur und den Altbestand optimal in ein neues Nutzungskonzept eingebettet. Es sieht ein Ensemble vor, in dem alt und neu perfekt harmonieren und ein stimmiges, elegantes Flair geschaffen wird", kommentierte WSE-Geschäftsführer Josef Herwei das Ergebnis der Fachjury.****

Größte Herausforderung für die Wettbewerbsteilnehmer war, sowohl den bestehenden Denkmalschutz für mehrere Gebäude als auch den großzügigen Grünraum zwischen den Pavillons zu berücksichtigen. Veit Aschenbrenner Architekten haben diese Aufgabe am besten bewältigt und dem gesamten Komplex durch sanften Umgang mit dem Altbestand, zeitgemäße Adaptierungen und dem Ensemblecharakter entsprechende Zubauten einen modernen, urbanen Quartiercharakter verliehen.

Die Parkstadt Hietzing soll vor allem für hochwertiges Wohnen stehen. Dazu sehen die Wettbewerbsgewinner Flächen für Nahversorgung, soziale Infrastruktur und Kultur vor. Zusätzlich könnten - mitten im Grünen und doch im urbanen Umfeld - ein Hotel beziehungsweise Sonderwohnformen entstehen. "Gerade die Lage direkt am Waldrand und trotzdem öffentlich gut erschlossen ist ein herausragendes Merkmal dieses 25 Hektar großen Areals", sagte Herwei. Ein weiteres ist die einzigartige Parkatmosphäre, die durch die Erhaltung und Schaffung von Alleen im öffentlich zugänglichen Bereich, Baumreihen und -gruppen weiter hervorgehoben werden soll.

Die Wiener Stadtentwicklungsgesellschaft, eine Tochter der Wien Holding, hat das Bundesdenkmalamt bereits in die Vorbereitung des Wettbewerbs eingebunden. Allfällige Verstöße gegen den Denkmalschutz konnten so von vornherein vermieden werden. "Das Siegerprojekt hat alle entsprechenden Vorgaben erfüllt", freute sich Herwei. Die Jury unter dem Vorsitz von Architekt Boris Podrecca begründete ihre Entscheidung auch damit, dass das Projekt "äußerst ökonomisch und in seiner Haltung wohltuend praktikabel ist, dabei aber gediegen elegant wirkt". Genau das habe diesen Entwurf zum stärksten aller abgegebenen Projekte gemacht.

Die Vorarbeiten zum Wettbewerb, wie die Erstellung von Grundlagenstudien zu Standort, Verkehr, Denkmalschutz und Freiflächen sowie die Abstimmungen mit den entsprechenden Fachabteilungen der Stadt Wien und dem Bundesdenkmalamt, hat die WSE geleistet. Die Ergebnisse des in den Jahren 2007 und 2008 durchgeführten BürgerInnenbeteiligungsverfahrens sind ebenfalls in den Wettbewerb mit eingeflossen. Das Wettbewerbsverfahren wurde als anonymer, geladener Ideenwettbewerb mit acht TeilnehmerInnen durchgeführt. Den zweiten Preis erhielt der Entwurf von Architekt August Sarnitz, den dritten Platz belegte das Atelier d'architecture Chaix & Morel et Associé aus Paris.

Das Ergebnis des Wettbewerbs dient als Grundlage der weiteren Entwicklung des Areals. Der KAV siedelt die einzelnen Abteilungen des Geriatriezentrums bis 2015 schrittweise in neue Pflegewohnhäuser um. Damit setzt die Stadt Wien einen weiteren Schritt in die Modernisierung ihrer Pflege- und Betreuungseinrichtungen: Ein dichtes Netz an dezentralen Pflegeeinrichtungen löst künftig große zentrale Einrichtungen ab.

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