Vom großen Wurf Lichtjahre entfernt (von Michaela Geistler-Quendler)

Ausgabe 22. Okto. 2009

Klagenfurt (OTS) - Als Flickwerk stellt sich derzeit die österreichische Bildungspolitik dar. Als einzige der zahlreichen bisher angekündigten wesentlichen Maßnahmen zur Verbesserung des heimischen Systems hat es nun die "Matura neu" vom Versuchsstadium in die Umsetzung geschafft. Alles andere blieb bisher in den Startlöchern stecken beziehungsweise landete nicht einmal dort. Der große Wurf, dessen eine echte Reform bedarf, ist nicht einmal in Ansätzen erkennbar, eine ganzheitliche Herangehensweise scheitert an politischen Muskelspielen. Die gemeinsame Schule der Zehn- bis 14-Jährigen, für die Experten durchwegs plädieren und die eigentlich den Rahmen für andere Einzelschritte bilden sollte, lässt auf sich warten. Wie lange, steht in den Sternen. Zähe Kämpfe zeichnen sich jetzt schon rund um die angekündigte Dienstrechtsreform für Lehrer ab. Unterdessen verstreicht jede Menge ungenutzter Zeit. Unter solchen Vorzeichen den Boden für ein zukunftsorientiertes Schulsystem zu bereiten, ist nahezu ein Ding der Unmöglichkeit.

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