Neues Volksblatt: "Asyl-Kritik" (von Markus Ebert)

ausgabe vom 22. Oktober 2009

Linz (OTS) - Was spricht eigentlich dagegen, dass jene, die in Österreich Zuflucht suchen auch wissen, unter welchen Bedingungen diese Zuflucht gewährt wird? Und, vor allem: Dass jene, die tatsächlich schutzbedürftig sind, nicht in einem rechtlichen Topf mit jenen landen, die anderes bei der Einreise im Sinn haben. Wie sehr unter dem Deckmantel Asyl offenbar organisierter Missbrauch getrieben wird, zeigt das jüngste Beispiel von Schlepperei. Von den vor knapp zwei Wochen in einem Kühltransporter entdeckten 64 Personen haben sich nicht weniger als 58 nach Beantragung von Asyl umgehend aus dem Staub gemacht. Die Frage, warum jemand untertaucht, der eigentliche Aufnahme und Hilfe sucht, beantwortet sich von selbst: Österreich genießt vermutlich in Schlepperkreisen den Ruf eines "Asyl-Eldorados". Wie sonst können mehr als 12.000 Asylanträge sozusagen "auf Luft" gestellt werden, die zwar keine Aussicht auf Erfolg haben, aber Zeit und enorm viel Geld kosten. Gleiches gilt für die Flut an Folgeanträgen.
Dem allem einen Riegel vorzuschieben, hat sich die Innenministerin zur Aufgabe gemacht. Mit der Kritik daran, dass sie die Dinge unverblümt beim Namen nennt und Missbrauch beseitigen will, wird Maria Fekter ganz gut leben können.

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