Wurm: Nein zum Sozialabbau-Konto

Keine Neiddebatte auf dem Rücken von Frauen

Wien (OTS/SK) - Als "entlarvend" bezeichnete SPÖ-Frauensprecherin Gisela Wurm den Vorstoß für ein Transferkonto, das in Wahrheit ein Sozialabbau ist. Vor allem wenn diese Diskussion darauf hinausläuft, Vollzeitbeschäftigte als Leistungsträger und Teilzeitbeschäftigte als "Minderleister" abzustempeln. "Hier wird insbesondere Frauen ihre zumeist nicht freiwillig gewählte Teilzeitbeschäftigung zum Vorwurf gemacht, hier machen wir SozialdemokratInnen nicht mit", so Wurm am Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Wurm erinnerte daran, dass in Österreich Teilzeitarbeitsplätze zu 85 Prozent von Frauen besetzt werden. Der Grund dafür sind zum einen der hohe Anteil an Frauen, die noch immer unbezahlte Arbeit in Form von Kinderbetreuung und Pflege für Familienangehörige leisten und die fehlenden Rahmenbedingungen für Vollzeitbeschäftigung von Frauen. "Wenn so manche ÖVP-Funktionäre davon reden, dass sich Leistung im österreichischen Sozialstaat nicht mehr auszahle, so empfindet die Mehrheit dieser Frauen diese Aussage als blanken Hohn", so Wurm. ****

In diesem Zusammenhang begrüßte Wurm das von Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek geschnürte Maßnahmenpaket, das zum einen den Ausbau von Kinderbetreuungs- beziehungsweise Kinderbildungseinrichtungen forciert, zum anderen verstärkte Bildungsanstrengungen für Frauen vorsieht, das Erhöhen der Zeitsouveränität von ArbeitnehmerInnen und die Unterstützung der regionalen Mobilität von Frauen und nicht zuletzt das morgen zu beschließende einkommensabhängige Kinderbetreuungsgeld umfasst. "In Zeiten einer internationalen Wirtschaftskrise brauchen wir Maßnahmen, die die Vollzeitbeschäftigung auch bei Frauen fördert und kein Auseinanderdividieren der Gesellschaft, das letztendlich den sozialen Zusammenhalt gefährdet", so Wurm. Abschließend wünscht sich Wurm von manchen männlichen Kollegen aus der ÖVP ein Mehr an Wertschätzung für die unbezahlte aber gesellschaftlich wichtige Arbeit, die zum großen Teil von Frauen geleistet wird und keine Neiddebatte auf dem Rücken von Frauen. (Schluss) up/mp

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