Lopatka: Schulen dürfen nicht familienersetzend, sondern müssen familienergänzend agieren

Finanzstaatssekretär sieht unter Einbindung der Schulpartner und Standesvertreter substantielle Weiterentwicklung machbar

Wien (ÖVP-PK) - Die Bildung unserer Kinder schafft die Grundlage für Innovation, Wachstum und Wohlstand im Land. Wir dürfen das Schulsystem nicht punktuell reformieren, sondern brauchen eine substantielle Weiterentwicklung, die unter Einbindung der Standesvertreter und Schulpartner in wenigen Monaten möglich ist, zitierte heute, Mittwoch, ÖVP-Finanzstaatssekretär Dr. Reinhold Lopatka in der Bildungsdebatte des Nationalrat aus der Grundsatzrede des Finanzministers von vergangener Woche.****

"Wenn alle an einem Strang ziehen, dann sehe ich eine umfassende substantielle Reform des Schulwesens machbar. Eine Serie von Einzelmaßnahmen bringt uns nicht weiter. Daher müssen wir klar definieren und umreißen, was wir wollen und alle Beteiligten miteinbeziehen", so Lopatka.

Der Finanzstaatssekretär betonte in seiner Wortmeldung, dass sich die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen in den letzten Jahren verändert haben und Schulen heute mehr gefordert seien als früher. "Die Arbeitsabläufe haben sich geändert. Zwei Drittel der Frauen sind erwerbstätig, und wir müssen daher ganztägige Angebote schaffen. Diese gesellschaftliche Veränderung muss unter der Berücksichtigung der Wahlfreiheit und der Vereinbarkeit von Familie und Beruf diskutiert werden. Ich betone dabei, dass Schulen keine familienersetzende, sondern familienergänzende Einrichtungen sein müssen", so der Staatssekretär.

Für Lopatka sei der entscheidende Punkt, die Abläufe so zu organisieren, dass den Kindern neben den schulischen Pflichten auch noch Raum und Zeit für musische oder sportliche Weiterentwicklungen bleibe. "Dafür müssen wir Rahmenbedingungen schaffen und Mittel bereitstellen. Dieses Bekenntnis haben wir im Regierungsübereinkommen abgelegt. Ziel muss aber sein, von Beginn an die Standesvertreter ins Boot zu holen und sie von den Reformen zu überzeugen, denn sie müssen diese mit ihren KollegInnen dann umsetzen".

Um den neuen gesellschaftlichen Herausforderungen voll Rechnung tragen zu können, sei für Lopatka ein neues Lehrerdienstrecht erforderlich. "In den kommenden Jahren stehen tausende Neueinstellungen an. Ein neues Lehrerdienstrecht nimmt dabei die Schlüsselrolle ein. Unser Bekenntnis ist ganz klar: Ja zu Reformen unter Einbindung der Schulpartner, um zu einer Gesamtreform zu kommen", schloss Lopatka.
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