FPÖ-Stefan: Volksgruppenfeststellung nötiger denn je!

Zum Schutz des Weiterbestandes der autochthonen Volksgruppen ist eine Volksgruppenfeststellung dringend notwendig

Wien (OTS) - "Um dem drohenden Untergang der autochthonen Volksgruppen bei einer eventuellen Einführung des neuen Volksgruppengesetzes entgegenzuwirken, muss dringend die Anzahl der sich einer Volksgruppe Zuzählenden festgestellt werden", fordert der Verfassungssprecher der Freiheitlichen NAbg. Mag. Harald Stefan. Seit 2006 das Registerzählungsgesetz die Volkszählung abgelöst habe, sei es nicht mehr möglich, die Zugehörigkeit zu einer Volksgruppe festzustellen.

Nachdem der Entwurf des neuen Volksgruppengesetzes die Gleichstellung der autochthonen Volksgruppen mit zugewanderten Minderheiten enthalte, sei zum Schutz der Österreichischen Minderheitenvölker die Anzahl jener festzustellen, die sich ihnen zuzählen. Um in dieser wichtigen Angelegenheit Ungenauigkeiten zu vermeiden, dürfe jedoch nicht die Umgangssprache - die ja oft zu Doppelnennungen führe -sondern müsse die Muttersprache als Indentifikationsmerkmal verwendet werden, betont Stefan. Aus diesen Ergebnissen würden sich ja doch wieder wichtige Entscheidungen, wie gemischtsprachige Ortstafeln oder kulturelle Förderungen ableiten.

Nicht einzusehen sei nämlich, dass gerade hier die Rechte der autochthonen Volksgruppen durch den Willen der SPÖ und deren Anbiederung an Gruppen von Neuzuwanderern ad absurdum geführt würden. Es dürfe nicht sein, dass Gruppen von teilweise aus anderen Kulturkreisen zugewanderten Personen, deren ethische Zusammensetzung unsere Behörden und Zeitgeistpolitiker nicht einmal durchschauen könnten ( Türke sei volksgruppenmäßig nicht gleich Türke) gleiche Rechte nach dem gleichen Zugehörigkeitsschlüssel zugesprochen bekämen, wie alteingesessene, in Österreich traditionell und kulturell verwurzelte Volksgruppen. Hier müssten eben die autochthonen Minderheiten schwerer gewichtet werden, so Stefan.

Sonst wäre es dann bald abzusehen, dass das Ortsschild "Wien" in vielen Sprachen geschrieben wäre nur nicht in jener der hier seit Jahrhunderten ansässigen Tschechen und Slowaken, deren Anteil an der Bevölkerungszahl eben zu gering sei, um dieses Recht zu erhalten, im Gegensatz zu einigen Zuwanderergruppen, sagt der freiheitliche Verfassungssprecher. Ebenso könnte es in den gemischtsprachigen Gebieten Kärntens passieren, dass es bei heißumfehdeten Diskussionen nicht mehr um zweisprachige, sondern um mehrsprachige Ortstafeln geht, und die ansässigen Minderheiten schon durch die Zugewanderten an Bedeutung verlieren und ebenso an althergebrachten Rechten.

"Hier ist die FPÖ als Heimatpartei die einzige Partei, die streng darauf achten wird, dass die Rechte der autochthonen Volksgruppen weiterhin geachtet und gepflegt werden, damit die in der österreichischen Tradition und Kultur gewachsene Volksgruppengemeinschaft weiterbestehen kann", schließt Stefan.

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