Haberzettl: ÖBB-Bedienstete leisten hervorragende Arbeit

In Ära Gorbach/Huber wurden bei ÖBB Grundlagen für Verzocken von 600 Mio. Euro und Datenskandal geschaffen

Wien (OTS/SK) - SPÖ-Nationalratsabgeordneter Wilhelm Haberzettl wehrte sich heute, Mittwoch, im Nationalrat gegen eine Verunglimpfung von ÖBB-MitarbeiterInnen durch die Oppositionsparteien und den Koalitionspartner ÖVP. "42.200 Eisenbahnerinnen und Eisenbahner versehen täglich ihren Dienst und gewährleisten einen 24-Stunden-Betrieb. Ich wehre mich mit aller Entschiedenheit gegen die Verunglimpfung meiner Kolleginnen und Kollegen", sagte Haberzettl: "Die Eisenbahnerinnen und Eisenbahner leisten hervorragende Arbeit und können daher nicht für Zugverspätungen oder Managementfehler verantwortlich gemacht werden." ****

Im ersten Halbjahr hatten die ÖBB ein operatives Ergebnis von 256 Millionen Euro. Das sei ein plus von elf Prozent gegenüber dem Vorjahr: "Die ÖBB können deshalb kein schlechtes Unternehmen sein", stellte Haberzettl richtig und ergänzte: Es werde nun ein operatives Jahresergebnis von 406 Millionen Euro erwartet, das käme einer Steigerung von 600 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gleich.

Das sei deswegen so, weil im Vorjahr enorme Abschreibungen notwendig waren, "die nicht zuletzt von Generaldirektor Huber und anderen Relikten aus der Gorbach-Ära verantwortet werden müssen", erinnerte Haberzettl daran, dass in der schwarz-blauen Ära Huber-Gorbach bei den ÖBB nicht nur die Grundlagen für den Datenskandal sondern auch für das Verzocken von 600 Millionen Euro im Unternehmen geschaffen worden seien.

"Die Strukturreform von 2003 war für das Unternehmen eine einzige Katastrophe, dieses System ist jetzt explodiert, jetzt kommen alle Schandtaten der Vergangenheit heraus", so Haberzettl in Richtung BZÖ, FPÖ und Koalitionspartner ÖVP.

Der SPÖ-Abgeordnete kritisierte auch die Doppelmoral der Oppositionsabgeordneten und ÖVP-Verkehrssprecher Ferdinand Maier bezüglich der Bahninfrastrukturfinanzierung. Für den Ausbau der Schieneninfrastruktur sei jedenfalls mit dem Koalitionspartner vereinbart worden, eine langfristige Finanzierung in Kauf zu nehmen. "Während im Sinne dieser Abmachung der Finanzminister einen Sechsjahresplan mit geplanter Verschuldung unterfertigt hat, stellen die ÖVP-Abgeordneten diese Verschuldung jetzt in Frage", kritisierte Haberzettl. (Schluss) mo

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