FP-Herzog zu Wiener Wohnen: Auftragsvergabe an überteuerte Unternehmen zu Lasten der Mieter

Mieter müssen Schadenersatz erhalten

Wien, 21-10-2009 (fpd) - Auf Grund der Tatsache, dass es bei der Auftragsvergabe von Wiener Wohnen für Installateurarbeiten zu kartellähnlichen Preisabsprachen unter den einzelnen Unternehmern kam, mussten die Mieter völlig überteuerte Preise in Kauf nehmen. Der hierbei entstandene Schaden, der sich auf über 62 Millionen Euro beläuft, dürfe jedenfalls nicht zu Lasten der Mieter gehen, im Gegenteil, diese müssten in ausreichendem Maße Entschädigung erfahren, fordert heute der Stadtrat der FPÖ-Wien Johann Herzog, der Wiener Wohnen zumindest eine Mitverantwortung vorwirft. Immerhin bestünde bei zwei Mitarbeitern der Verdacht des Amtsmissbrauchs und auch die Firma des Floridsdorfer SPÖ-Bezirksrats, Karl Sonderhof soll in der Causa involviert sein.

In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass erstaunlicherweise sämtliche betroffene Geschäftspartner von Wiener Wohnen weiterhin Aufträge erhalten, während jener mutige Unternehmer, der für die Aufdeckung dieser "Monopolisierung des Angebots" gesorgt habe, trotz 28-jähriger Zusammenarbeit von der Vergabe ausgeschlossen wurde. Die magere Begründung hierfür sei nun plötzlich mangelnde Referenzen, wundert sich Herzog. Vizebürgermeister Ludwig verweigerte indes jegliche Aussage. Nun meinte er, Mieter wären unmittelbar nicht geschädigt worden. Es stelle sich allerdings die Frage, wer denn durch diesen Fall geschädigt wurde, wenn nicht die Mieter, die schlussendlich für die überteuerten Arbeiten - etwa durch Betriebskostenerhöhungen - zur Kasse gebeten werden.

Dieses Super-Abkassieren auf Kosten der Mieter sei nicht besonders neu bei der Gemeinde Wien. Abgesehen von diesem Wiener Wohnen-Debakel, das im Übrigen erst durch die Mithilfe der FPÖ-Wien ans Tageslicht kam, seien auch die von den Freiheitlichen aufgedeckten Skandale rund um die Wiener Hausbetreuungs GmbH noch gut in Erinnerung. Auch sei das Aussackeln der Wienerinnen und Wiener bei Müll-, Kanal- und Abwassergebühren etc. laufend Gegenstand von Kontroversen im Gemeinderat. Die erhöhten Energiepreise, die von Wien Energie jahrelang eingehoben wurden, sind erst jetzt -völlig unzureichend - abgemildert worden, kritisiert Herzog.

Die kommende Gemeinderatswahl 2010 werde allerdings die Möglichkeit bieten, dieser jahrzehntelangen Misswirtschaft und dem eingealterten Filz, der die Geschäfte von Wiener Wohnen umgibt, ein Ende zu bereiten, so Herzog abschließend. (Schluss) hn

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