ÖGJ: Hacklerregelung abschaffen heißt Jugend in die Arbeitslosigkeit schicken

Junge haben in der Wirtschaftskrise als erste ihre Jobs verloren

Wien (ÖGJ/ÖGB) - "Pensionspolitik darf nicht auf Kosten der arbeitslosen Jugendlichen gehen", sagt Jürgen Michlmayr, Vorsitzender der Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ), "aber genau das würde passieren, wenn die Hacklerregelung vorzeitig abgeschafft wird." Könnten weniger ArbeitnehmerInnen in Pension gehen, dann würden weniger Arbeitsplätze für junge Menschen frei.++++

In der Wirtschaftskrise waren die jüngsten ArbeiterInnen und Angestellten die, die als erste ihre Jobs verloren haben. "Wenn man jetzt die bis 2013 laufende Langzeitversicherten-Regelung vorzeitig abschafft, nimmt das den Menschen, die 40 bzw. 45 Jahre gearbeitet haben, jede Planungsmöglichkeit - und den Jungen würde der Einstieg ins Arbeitsleben versperrt", kritisiert Michlmayr.

Die Jugendlichen dürfen sich nicht gegen die ältere Generation ausspielen lassen, fordert der ÖGJ-Vorsitzende: "Wenn Menschen in Pension gehen, heißt das nicht, dass sie den Jungen etwas wegnehmen. Wir dürfen uns nicht von neoliberalen Stimmen verunsichern lassen, die ständig predigen, dass es für uns ohnehin keine öffentliche Pension mehr geben kann und wird." Die vergangenen Jahre hätten klar gezeigt, dass die Pensionen aus dem Umlageverfahren sicher seien - im Gegensatz zu den Leistungen aus den Pensionskassen, von denen ein großer Teil Opfer der Spekulation geworden sind. (fk)

ÖGB, 21. Oktober 2009 Nr. 619

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