BZÖ-Bucher zur ÖBB: Das Chaos fährt Bahn!

Rote Gewerkschafter haben Sonderverträge kritisiert, aber selbst abkassiert

Wien (OTS) - "Die ÖBB ist ein Dauerpatient am politischen Operationstisch. Die rot-schwarze Bundesregierung will aus der ÖBB eine zweite AUA machen, die rote Gewerkschaft einen zweiten BAWAG-Skandal", stellte BZÖ-Chef Klubobmann Josef Bucher in der Aktuellen Stunde des BZÖ zum Thema "Das Chaos fährt Bahn" fest. Bucher listete die Verfehlungen der Ära Faymann bei den ÖBB auf: "Die Vorstände haben horrende Abfertigungen erhalten, der ehemalige Bahnchef Huber einen Beratervertrag ohne Gegenleistung und 600 Millionen Euro wurden verspekuliert. Hauptgeschädigte sind die Steuerzahler. Jährlich werden vier Milliarden Euro Steuergeld in die ÖBB gesteckt, damit die Bahn zwei Milliarden Euro Umsatz machen kann."

Auch die Schuldenentwicklung bei den ÖBB sei dramatisch. "Heuer hat die ÖBB einen Schuldenstand von zwölf Milliarden Euro, im Jahr 2023 sind es 26 Milliarden. Draufzahler sind die Kunden wie beispielsweise Pendler, die mit höheren Ticketpreisen und immer mehr Verspätungen rechnen müssen."

Heftige Kritik übte Bucher an SPÖ-Verkehrsministerin Doris Bures, die für die Verzögerung beim Bau des Koralmtunnels verantwortlich ist. "Wenn Bures die versprochene Fertigstellung des Koralmprojekts bis 2018 nicht realisiert, muss man sich fragen, was das Wort eines Ministers noch wert ist. Tatsache ist, dass Bures das Geld von der Koralmbahn abzieht, weil sie vor den Wiener Landtagswahlen beim Hauptbahnhof ein neues Skylink-Desaster verhindern möchte", so der BZÖ-Chef.

Bucher zeigte sich empört über die Scheinheiligkeit der roten Gewerkschaftsspitze bei den ÖBB. "Die seit dem Jahr 2005 abgeschlossenen Sonderverträge bei den ÖBB sind privatwirtschaftlich orientiert und haben eine Reduktion der Krankenstandstage von 27 auf 17 sowie mehr Flexibilität gebracht. Haberzettl und Co. wollen den Leistungsgedanken aus den ÖBB wieder hinausbekommen und in die alten Zeiten der neunziger Jahre zurückkehren. Haberzettl hat gegen das "Unterlaufen des kollektiven Dienstrechts" bei diesen Sonderverträgen gewettert, dabei haben seine eigenen roten Betriebsräte wie Gottfried Winkler und Werner Harrer selbst diese Verträge in Anspruch genommen und dabei bis zu 1.000 Euro monatlich mehr kassiert."

"Haberzettl selbst braucht solche Verträge nicht, weil er von der Gewerkschaft einen Dienstwagen samt Chauffeur erhält und als roter Mulitfunktionär bis zu 17.000 Euro monatlich kassiert. Da die rote Gewerkschaft sowieso auf selbstherrliche Art und Weise das Unternehmen beeinflusst, soll Haberzettl gleich selbst als Generaldirektor die ÖBB führen und die Verantwortung für das Desaster übernehmen. Wir brauchen eine leistungsfähige Bahn und keine geschützte Werkstätte für die Gewerkschaft", so Bucher.

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