Die Alpenverein-Bergsteigerschule präsentiert ihr Winterprogramm

Aufklärung und Ausbildung zeigen Wirkung

Innsbruck (TP/OTS) - Das Flaggschiff unter Österreichs Bergsteigerschulen verzichtet seit einem Jahr bewusst auf Weltweit-Destinationen. Dafür verschreibt man sich nun ganz einem Ziel: Ausbildung und Führung in Top-Qualität! Die Senkung der Lawinen-Todeszahlen und die Stärkung der Eigenkompetenz stehen heute im Mittelpunkt.

Beschränkung auf Alpen und Europa

In der Szene staunte man nicht schlecht, als Österreichs älteste und renommierteste Alpinschule vor einem Jahr verkündete, sich aus dem Bereich Expeditionen und Trekking zurückzuziehen und das Angebot auf die Alpen bzw. auf Europa zu beschränken. "Die Alpen sind groß und spannend genug" - so die Kurzfassung des Teams um OeAV-Bergsport-Chef Michael Larcher.

Nach einem Jahr ist man zuversichtlich, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. "Bereits der letzte Winter brachte uns einen Buchungsrekord - und das in wirtschaftlich schwierigen Zeiten - und wir sind zuversichtlich, dass wir auch in diesem Winter mit weiteren Zuwächsen rechnen dürfen", so Michael Larcher.

Bergsteigen krisenfest?

Dass die Outdoor-Branche von der Wirtschaftskrise weniger stark betroffen sein könnte als andere Wirtschaftssegmente, davon ist man im Alpenverein überzeugt. Und auch über das warum macht man sich im Alpenverein Gedanken. So findet sich in der Einleitung zum Winterprogramm die Theorie, dass dem Bergsport Motive zugrunde liegen, die äußerst stabil, äußerst resistent gegen Krisen sind:
Bewegung, Gemeinschaft, Lernen bzw. Neues entdecken - das seien heute auch wissenschaftlich anerkannte Faktoren, die ganz wesentlich zum menschlichen Glück beitragen. Und in allen drei Bereichen kann Bergsport Außergewöhnliches bieten. Dazu kommt - so Larcher - dass Bergsport in einer großartigen Natur stattfindet, die gerade im Winter an Stille, Schönheit und Wildheit nicht zu überbieten ist.

Qualität darf keine Werbehülse sein

Die geschaffenen Ressourcen wird die Alpenverein-Bergsteigerschule konsequent dafür verwenden, an ihrer Vision weiterzuarbeiten:
"Ausbildung und Führung in Topqualität!" Das bedeutet konkret: Kleine Gruppen - ein wichtiger Faktor, gerade im Winter, realistische Zielversprechungen, gemütliche Standorte, ausschließlich staatlich geprüfte Bergführerinnen und Bergführer, hochwertige Leihausrüstung, fairer Preis. Und: Als einzige Bergsteigerschule Österreichs besitzt die Alpenverein-Bergsteigerschule ein klares, schriftlich fixiertes Sicherheitskonzept, das für alle ihre Bergführer verbindlich ist (siehe Anhang).

"Gerade im Winter müssen sich unsere Gäste darauf verlassen können, dass die modernsten Erkenntnisse aus der Lawinenforschung angewendet werden, wenn man abseits gesicherter Pisten unterwegs ist", so Larcher.

Unfallzahlen sinken

Im Alpenverein verweist man auf einen Umstand der belegt, dass Aufklärung und Ausbildung helfen, Unfallzahlen zu verringern. Der Schnitt der jährlichen Todeszahlen sinkt. Von bisher 26 auf nun 25 pro Jahr. Der Fortschritt scheint bescheiden, man darf - so Larcher -allerdings nicht vergessen, dass sich die Zahl der Tourengeher, die Zahl jener, die im freien Schiraum unterwegs sind, in den letzten Jahren vervielfacht hat. Unter diesem Gesichtspunkt ist auch eine gleichbleibende Unfallzahl bereits ein Fortschritt. Was das Team der Alpenverein-Bergsteigerschule besonders freut: Es werden immer mehr, die sich für diesen faszinierenden Sport ausbilden lassen. Überzeugt zeigt sich das Team auch davon, dass die Todeszahlen noch deutlich weiter gesenkt werden könnten: "die Hälfte - also 13 - seien realistisch?"

Bergurlaub ohne Event-Schnickschnack

Das Winterprogramm 2009/2010 bietet eine sehr große Vielfalt -auch mit einigen neuen "Schmankerln" - bleibt aber gleichzeitig bewusst konservativ. Wer reißerische Angebote mit Event-Aufputz sucht, wird enttäuscht werden. Man ist im Alpenverein überzeugt, dass die Größe und Stille der alpinen Winterlandschaft und Tourenziele wie die Tauerndurchquerung von Heiligenblut ins Maltatal, die Klassiker Haute Route, Montblanc und Gran Paradiso, eine Tourenwoche in der Silvretta oder im Stubaital nichts von ihrer Faszination verloren haben.

Kleine Auswahl konkreter Kursangebote:

Schitour Art Dauer Beginn Innsbrucker Berge Basiskurs kompakt 3 Tage 27.11.2009 Winter - Ausbildungen - Dezember Schitour Art Dauer Beginn Innsbrucker Berge Basiskurs kompakt 3 Tage 04.12.2009 Innsbrucker Berge Basiskurs kompakt 3 Tage 18.12.2009 Nockberge - Basiskurs kompakt 3 Tage 18.12.2009 Nationalparkhotel Schihof Silvretta - Basiskurs Woche 7 Tage 27.12.2009 Heidelberger Hütte Nofall Lawine LVS & Co Art Dauer Beginn Stubaier Alpen - Topkurs kompakt 3 Tage 11.12.2009 Alpengasthof Praxmar Eisfallklettern Art Dauer Beginn Innsbrucker Eis Basiskurs Kompakt 3 Tage 18.12.2009 Innsbrucker Eis Basiskurs Kompakt 8 Tage 27.12.2009 Stop or Go Art Dauer Beginn Radstätter Tauern - Topkurs kompakt 3 Tage 18.12.2009 Gasthof Kirchenwirt Freeride+ Art Dauer Beginn Innsbrucker Berge Basiskurs Kompakt 4 Tage 27.12.2009

Programm und Katalog anfordern:
http://www.alpenverein-bergsteigerschule.at

Facts

größter alpiner Verein und größte Jugendorganisation Österreichs | 360.000 Mitglieder | 197 Sektionen I22.000 Mitarbeiter/innen und Funktionär/innen | Anwalt der Alpen und gesetzlich anerkannte Umwelt-Organisation I größter Beherbergungsbetrieb Österreichs | 241 Schutzhütten | 13.000 Schlafplätze I Betreuung von 40.000 km Wanderwegen | mehr als 200 Kletteranlagen

Anhänge zu dieser Aussendung finden Sie als Verknüpfung im AOM/Original Text Service sowie im Volltext der Aussendung auf http://www.ots.at .

Rückfragen & Kontakt:

Alpenverein-Bergsteigerschule (Leitung), Bergführer, beeid.
Sachverständiger

Mag. Michael Larcher
Tel.: +43 (0)664 8556423
michael.larcher@alpenverein.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | TPK0003