- 19.10.2009, 14:21:19
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SchülerInnendiskussion - Prammer betont Bedeutung der Medienvielfalt
Schmied plädiert für möglichst frühe Vermittlung von Medienkompetenz
Wien (OTS/SK) - "Demokratie - Macht - Schule" - das war heute,
Montag, das Thema einer großen SchülerInnendiskussion, an der
Nationalratspräsidentin Barbara Prammer sowie Bildungsministerin
Claudia Schmied teilnahmen. Prammer betonte dabei die Bedeutung der
Medienvielfalt, die "notwendig ist, um sich ein Bild über die
Gesellschaft und über politische Abläufe zu machen". Und auch die von
ihr initiierte "Demokratiewerkstatt" sei besonders wichtig: "Die
Demokratiewerkstatt ist ein wichtiges Angebot an die SchülerInnen mit
dem Ziel, dass sich Jugendliche bewusst Demokratie erarbeiten".
Schmied unterstrich bei der Diskussion die Bedeutung der
Medienkompetenz, deren Vermittlung möglichst früh beginnen sollte.
Das bundesweite Medienprojekt "SchülerInnenradio" sei "ein zentraler
Beitrag zur gelebten Medienkompetenz". Klar sei auch, dass die
Stellung der SchülerInnen gestärkt werden müsse, so Schmied mit Blick
auf die von ihr beabsichtigte Stärkung der Verantwortung am
Schulstandort. ****
Gleich drei Jubiläen wurden heute im Parlament gefeiert: Nämlich
zehn Jahre "SchülerInnradio", zwei Jahre "Demokratiewerkstatt" und
fünf Jahre Veranstaltungsserie "Standpunkt". Im Rahmen des
SchülerInnenradios fand daher heute ein
"Standpunkt-Spezial-Diskussion" statt, an der unter der Moderation
von Rainer Rosenberg (ORF) mehrere Schulklassen sowie Florian Klenk
(Falter) teilnahmen. In der lebhaften und thematisch breit gestreuten
Diskussion unterstrich Prammer, dass es absolut notwendig sei, "sich
mit Medien auseinanderzusetzen, weil man nur so in der Lage ist, an
der Demokratie aktiv teilzunehmen". Genauso wichtig sei es auch,
gerade bei jungen Menschen das Interesse am Fragen zu wecken und zu
fördern, so Prammer, die weiters klarmachte, dass es auch in der Hand
der MedienkonsumentInnen liege, welchen Verlauf die mediale
Berichterstattung nimmt.
Schmied - Politische Bildung verpflichtend in
LehrerInnenausbildung verankert
Schmied verdeutlichte, dass die politische Bildung in einem ersten
Schritt an der 8. Schulstufe gesetzlich verankert wurde, zudem sei
sie auch verpflichtend in der LehrerInnenausbildung und Fortbildung
verankert. Die Bildungsministerin machte weiters deutlich, dass das
Medienprojekt "SchülerInnenradio" eine "Erfolgsgeschichte" sei.
Jährlich arbeiteten an diesem Projekt zur gelebten Medienkompetenz
2.000 SchülerInnen mit, bisher habe es 1.500 Sendungen mit der
Beteiligung von 400 Schulen aus ganz Österreich gegeben. Sie werde
alles tun, damit "dieses Projekt mit dem Engagement fortgesetzt
werden kann, mit dem es seit zehn Jahren so erfolgreich läuft", so
Schmied. Klargestellt wurde von Schmied weiters, dass "Bildung viel
stärker als gesellschaftliche Aufgabe wahrgenommen" werden müsse,
zudem müsse Schule auch Interesse und Begeisterung wecken. In der
Frage von mehr Verantwortung am Schulstandort bekräftigte Schmied,
dass die SchülerInnen sie hier zu "100 Prozent als Partnerin haben.
Ich werde mich für Entbürokratisierung und Entpolitisierung an den
Schulen und für mehr Verantwortung am Schulstandort einsetzen", so
Schmied, die an die SchülerInnen appellierte, ihre Meinung an den
Schulen zu sagen.
Viele interessierte SchülerInnenfragen
Im Zentrum der Diskussionsveranstaltung standen freilich die
SchülerInnen und ihre Fragen ans Podium. Viele Fragen der
interessierten SchülerInnen drehten sich dabei um die Frage der
Verantwortung von Medien, um den Objektivitätsgehalt von medialen
Nachrichten und um die Frage medialer Manipulationsmöglichkeiten. Zur
Frage der politischen Bildung wurde von einigen SchülerInnen auch an
die Eigenverantwortung der Jugendlichen appelliert, sich über
Medienrezeption zu informieren. Prammer und Schmied betonten
abschließend unisono, dass auch die heutige Veranstaltung einmal mehr
das große Engagement und Interesse der Jugendlichen nachdrücklich
unterstrichen habe. (Schluss) mb
Rückfragehinweis:
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Tel.: 01/53427-275
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