Oberhauser: FPÖ-Vorschlag, Sozialversicherungen für In- und Ausländer zu trennen, ist menschenverachtend

Zusammenlegung der Sozialversicherungsträger verschlechtert die Versorgungssituation

Wien (OTS/SK) - "Getrennte Sozialversicherungen für In- und Ausländer, wie die FPÖ sie fordert, würden bedeuten: man lässt sich von Menschen aus 58 Nationen, die z.B. im Wiener Krankenanstaltenverbund beschäftigt sind, pflegen, lässt ihnen aber keine Leistung zukommen. Das grenzt an Apartheid und ist menschenverachtend", kritisierte SPÖ-Gesundheitssprecherin und Nationalratsabgeordnete Sabine Oberhauser am Donnerstag in einer Sitzung des Nationalrats. ****

Oberhauser kommentierte auch den Vorschlag Straches, die österreichischen Sozialversicherungsträger zusammenzulegen: "Strache brachte das Beispiel, dass Bayern mit seinen 12,5 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern auch nur einen Sozialversicherungsträger habe - das ist nicht richtig, es sind rund einhundert an der Zahl. Man sieht hier wieder, wie genau die FPÖ es mit der Wahrheit nimmt." Beim größten bayrischen Sozialversicherungsträger, der 'AOK Bayern', seien 4 Millionen Menschen gemeldet, die anderen 8 Millionen werden von weiteren 100 Sozialversicherungsträgern versorgt. In Bayern kämen auf 1000 Versicherte zwei MitarbeiterInnen der Sozialversicherungsträger, in Österreich ist es nur eine/r. "Die Zusammenlegung der Sozialversicherungsträger würde nicht unser Gesundheitssystem retten, sondern nur die Versorgung verschlechtern", schloss die Gesundheitssprecherin. (Schluss) bj

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0014