Binder-Maier: "Arbeitsplätze der Bäuerinnen müssen gesichert werden

Biobäuerinnen fordern anlässlich des internationalen Landfrauentag am 15. Oktober Einkommenssicherheit

Wien / St. Pölten (OTS) - 1995 wurde im Rahmen der Welftrauenkonferenz der 15. Oktober zum Weltlandfrauentag erklärt. Dieser Tag weist darauf hin, dass Frauen in der Landwirtschaft eine wesentliche Rolle zukommt: Sowohl bei der Sicherung der Nahrungsressourcen als auch bei der Erhaltung der Umwelt und eines funktionsfähigen ländlichen Raumes.

"Die Land- und Forstwirtschaft in Österreich ist ohne die Arbeitsleistung der Bäuerinnen kaum vorstellbar", erklärt Biobäuerin Birgit Ponath, SPÖ Bezirksfrauenvorsitzende in Bruck an der Leitha. Die Bäuerinnenbefragung verdeutlicht die wichtige Position der Frauen auf den Höfen. Besonders bei den Nebenerwerbsbetrieben ist der Anteil der alleinigen Inhaberinnenschaft der Bäuerinnen mit 48 Prozent sehr hoch. Mit Hilfe von Erwerbskombinationen und Direktvermarktung von landwirtschaftlichen Produkten können diese Vollzeitarbeitsplätze für Frauen auf dem Land gehalten werden, gerade in der Direktvermarktung ist allerdings ein starker Rückgang zu verzeichnen.
"Anlässlich des Internationalen Landfrauentages ist es uns ein Anliegen, den Fokus auf die österreichischen Bäuerinnen zu richten. Bäuerinnen wollen den Arbeitsplatz Bauernhof erhalten, es liegt Ihnen sehr viel daran", verweist Ponath auf das große Engagement der Bäurinnen: "Eine Einkommenssicherheit aus verschiedenen Standbeinen zu schaffen, wird von 'Hygienebestimmungen’ und 'gesetzlichen Auflagen’ sehr erschwert. Oft sind es große Investitionen, die Bäuerinnen davor zurückschrecken lassen, ihre Visionen umzusetzen

Die Landesfrauenvorsitzende der SPÖ Niederösterreich, NRin Gabriele Binder-Maier, kämpft schon lange für eine Verbesserung der Situation der weiblichen Landbevölkerung. "Frauen am Land haben vor allem mit der mangelnden Infrastruktur zu kämpfen. Um die Lebensqualität von Frauen im ländlichen Raum zu fördern, brauchen wir flächendeckend flexible und leistbare Kinderbetreuungseinrichtungen. Außerdem muss das Angebot der öffentlichen Verkehrsmittel ausgebaut werden. Denn Frauen verfügen oft nicht über das einzige Familienauto", betont Binder-Maier.
"Ich solidarisiere mich besonders mit den niederösterreichischen Bäuerinnen, die dem Druck der globalisierten, ökonomischen, neoliberaleren Marktwirtschaft im ländlichen Bereich nicht nachgeben und unterstütze sie, ihren Visionen nachzugehen, Lebens- und Einkommenssituation aufrecht zu erhalten. Wir müssen die Bäuerinnen unterstützen, damit sie die Möglichkeiten haben, auf die wirtschaftlichen Herausforderungen zu reagieren. Vor allem auf die Sicherung ihrer Arbeitsplätze kommt es an - denn sie haben als Lebensmittelproduzentinnen einen wichtigen Stellenwert ", erklärt die Landesfrauenvorsitzende der SPÖ Niederösterreich abschließend.

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